1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Ölpreis sinkt weiter

24. Oktober 2008

Die OPEC kürzt ihre Förderung, um den andauernden Preisverfall bei Rohöl zu stoppen. Doch verbreitete Ängste vor einer weltweiten Rezession senken die Ölnachfrage und lassen den Ölpreis weiter sinken.

https://p.dw.com/p/Ffvu
Ölpumpe vor Sonnuntergang (Quelle: AP)
Dunkle Wolken überm Ölmarkt: Die Drosselung der Förderung sollte dem Einbruch des Ölpreises entgegenwirkenBild: AP

Der Ölpreis ist trotz einer von der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) beschlossenen Förderkürzung um 1,5 Millionen Barrel am Freitag (24.10.2008) weiter kräftig gefallen. Im New Yorker Computerhandel sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) um 3,99 Dollar auf 63,85 Dollar. Zuvor hatte die OPEC entschieden, die Produktion von November an um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu kappen, wie der algerische Ölminister und amtierende OPEC-Präsident, Chatib Khelil, in Wien mitteilte. Dort hatten sich die 13 OPEC-Ölminister zu einer Krisensitzung getroffen.

"Das Wachstum ist bereits tot"

Khelil sagte nach der nur rund 90-minütigen Krisensitzung, es gebe zurzeit "zu viel Öl auf dem Markt" und die Ölvorräte seien "sehr groß". Die OPEC-Minister gingen davon aus, dass die jetzt beschlossene Drosselung der Produktion das Wachstum der Weltwirtschaft nicht beeinflussen werde. "Das Wachstum in den USA und in Europa ist bereits tot", meinte der Politiker.

Wirkungslose OPEC-Entscheidungen

Frau läuft an Kurstafel in Schaufenster vorbei (Paris - Frankreich, 23.10.2008, Quelle: AP)
Berg- und Talfahrt: Eine Kurstafel in Paris informiert die Passanten über die Entwicklung des Ölpreises in diesem JahrBild: AP

Derzeit produzieren die OPEC-Mitgliedstaaten rund 29 Millionen Fass Öl pro Tag. Der Preis für Rohöl war in den vergangenen Monaten von seinem historischen Höchststand von etwa 150 Dollar pro Barrel auf rund 60 Dollar gesunken.

Bereits am 10. September hatten die Öl-Exportländer ihre Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag auf maximal 28,8 Millionen Barrel pro Tag gekürzt. Der Schritt konnte den Preisverfall aber nicht stoppen. An den weltweiten Ölbörsen hatte sich zuletzt die Angst durchgesetzte, die Weltwirtschaft könnte in die Rezession rutschen. Dies würde zu einem Rückgang des Ölverbrauchs führen. (rri)