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Air Berlin fliegt Rekordverlust ein

28. April 2017

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Grund sind Kosten für den Konzernumbau.

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Flugzeug von Air Berlin Boeing B737
Bild: airberlin

Das angeschlagene Unternehmen machte 781,9 Millionen Euro Verlust, wie die Airline am Freitag mitteilte. Im Vorjahr waren es 446,6 Millionen Euro gewesen. Zu dem höheren Minus trugen einmalige Wertminderungen und Restruksturierungskosten bei, wie es hieß. Der Umsatz sank von 4,08 Milliarden Euro auf 3,79 Milliarden Euro.

Die Airline befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Auch 2017 begann mit roten Zahlen. Von Januar bis März stand unterm Strich ein Minus von 293,3 Millionen Euro. Das Unternehmen betonte, es habe genug Liquidität, um seine Restrukturierung fortzusetzen.

Airline in der Dauerkrise

An der Spitze der Airline steht seit Februar Thomas Winkelmann, der für die Lufthansa den Billigflieger Germanwings aufgebaut hat. Vor ihm liegt viel Arbeit: Air Berlin steckt seit Jahren in der Dauerkrise. Auch mehrere Sanierungsrunden und Chefwechsel brachten kaum Besserung. In den vergangenen neun Jahren flog Air Berlin nur einmal einen Konzernüberschuss ein.

Die schnell wachsende Airline Etihad war 2011 bei Air Berlin mit 29 Prozent eingestiegen und hält die Gesellschaft seitdem mit Finanzspritzen von etwa 1,5 Milliarden Euro in der Luft. Die Etihad-Eigner, die Herrscherfamilie des ölreichen Gold-Emirates Abu Dhabi, wollen jedoch einen Schlussstrich unter das teure Engagement ziehen. Zu spüren bekam das bereits die zweite namhafte europäische Etihad-Beteiligung Alitalia, die nun am Rande der Pleite steht.

zdh/ul (rtr, dpa, afp)