Kulturschock

Angst vor Tassen und Tellern im Überfluss

Kulturschock Luxus: Mit Hund und Fahrrad dem Abenteuer entgegen

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„Die Welt erforschen, Zusammenhänge verstehen, sich ganz auf sie einlassen, ohne doppelten Boden, ausbrechen aus einem kleinen Inseldenken.“ Angespornt durch diese Gedanken machten sich die Fotografin Andrea Künstle und ihr Lebensgefährte Klaus Breuer gemeinsam mit ihren zwei Hunden vor gut drei Jahren auf die Reise ihres Lebens: Mit dem Fahrrad von Europa bis in den Nahen Osten.

Zwei Jahre waren sie unterwegs. Eine intensive Zeit mit Hindernissen und neuen Eindrücken, mit Phasen des Lernens, Erfahrens und Erlebens, die sie verändert hat.

Zurück in die eigene Welt war „wie ein Schlag in den Nacken“

Unvergessliche Landschaften

Auf ihrer Reise quer durch Europa und die arabische Welt erlebte das Quartett so manche Überraschung, fremde Gepflogenheiten und Bräuche. Geblieben ist vor allem eines: die Erinnerung an atemberaubende Landschaften, fremde Gerüche, Geschmäcker und Bräuche, vor allem aber an wundervolle, gastfreundliche, hilfsbereite und liebenswerte Menschen.


Frauen aus verschiedenen Welten

So erlebte die selbstbewusste Fotografin ihren größten Kulturschock nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, in einem der arabischen Länder. Nein, es traf sie ganz unerwartet zurück in Europa, beim Anblick eines französischen Supermarkts: „Völlig abartig: da sind die Roséweinregale größer als irgendein Markt, auf dem wir vorher waren! Das konnte ich einfach nicht aushalten! Es hat wehgetan, weil ich dachte, das brauchen wir doch alles nicht – das ist viel zu viel!“

„Ich habe furchtbare Angst vor Tellern und Tassen, Gläsern und Besteck im Überfluss“
Heute weiß Andrea, dass sie zum Glücklichsein kaum etwas benötigt. Und so ist die weiße Wand ihres Ateliers im Bonner Kulturzentrum Tapetenfabrik an einigen Tagen mehr wert als jeder Luxus. Die Klarheit und Einfachheit der Wand helfe ihr, sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt und jenseits vom Luxus der Konsumgesellschaft wieder zu sich selbst zu finden und Ruhe in ihren aufgewühlten Geist zu bringen.

Seit ihrer Rückkehr gilt deshalb: für jedes neue Teil, das in die Wohnung kommt, muss ein anderes weichen. Sie möchte jede Reizüberflutung und jeglichen Schnickschnack aus ihrem Leben verbannen. Einem Leben, das ohne viel „Klimbim“, ohne den Luxus der westlichen Welt auskommt. Für sie bedeutet dies ein glücklicheres Leben - ein Leben geprägt von Gelassenheit und dem Blick für die Fotografie.

Einfachheit, die verzaubert

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