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Anschlag auf Wochenmarkt in Nigeria

26. Mai 2014

Erneut hat ein Attentat der Boko Haram zahlreiche Menschen getötet. Der Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe erhält derweil Unterstützung von geistlicher Seite.

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Nigeria Armee sucht nach entführten Schulmädchen 18.05.2014
Nigerias Armee sucht nach den entführten SchulmädchenBild: picture-alliance/AP Photo

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat erneut ein Massaker im Nordosten Nigerias angerichtet. Auf einen Wochenmarkt im Bundesstaat Borno fuhren die mutmaßlichen Rebellen auf Motorrädern durch das Dorf und schossen dabei wahllos auf Personen. Es wurden 24 Menschen getötet. Die Terroristen setzten auch Sprengsätze ein, Häuser wurden angezündet, wie die Zeitung "The Vanguard" berichtet.

Bei den Opfern soll es sich um Händler aus den Nachbardörfern gehandelt haben, die auf dem Weg zum Wochenmarkt des Dorfes waren. Laut der Nachrichtenagentur afp, machten die Einwohner des Dorfes die Islamistengruppe Boko Haram für die Tat verantwortlich. Die Extremisten kämpfen für die Errichtung eines islamistischen Staates, seit 2009 verüben ihre Mitglieder immer wieder Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden, auf Kirchen und auf Schulen. Tausende Menschen sind dabei getötet worden.

Zuletzt hatte sich Boko Haram mit der Entführung von 200 Schülerinnen in die internationalen Schlagzeilen gebracht. Der oberste geistliche Führer der Muslime in Nigeria, Muhammed Sa'ad Abubakar III. gilt als Kritiker der Terrorgruppe, er sagte in einer öffentlichen Rede in der Nationalmoscheee in der Hauptstadt Abuja: "Für Terrorismus ist im Islam kein Platz". Die nigerianischen Muslime müssten aufstehen und "alle Terrorakte mit einer Stimme verurteilen".

zam/kle (afp, dpa, rtr)