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Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe

31. Mai 2013

Die Rezession treibt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf ein Rekordhoch. Knapp 20 Millionen Männer und Frauen hatten im April keinen Job - fast 100.000 mehr als im Vormonat.

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Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Alcala de Henares bei Madrid (Spanien) (Foto: dpa)
Spanien Arbeitslosigkeit Schlange vor ArbeitsamtBild: picture-alliance/dpa

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt den Euroländern setzt sich fort: Die Zahl der Arbeitslosen steigt, betroffen sind weiterhin besonders die Südländer und junge Menschen. Die Arbeitslosenquote in den 17 Euro-Ländern kletterte im April auf 12,2 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 12,1 Prozent gelegen. Damit waren in der Eurozone 19,375 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. In der gesamten EU sind es 26,588 Millionen (11,0 Prozent).

Mehr qualifizierte Einwanderer

Besonders hart trifft die Krise auf dem Arbeitsmarkt weiterhin die südeuropäischen Länder. In Griechenland (27,0 Prozent) und Spanien (26,8 Prozent) war nach den letzten verfügbaren Zahlen mehr als jeder Vierte ohne Job. In Portugal hatten 17,8 Prozent der Männer und Frauen keine Arbeit.

Junge Menschen leiden

Wie dramatisch die Lage in vielen Euro-Ländern ist, zeigt ein Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit. In Griechenland liegt die Quote inzwischen bei 62,5 Prozent, in Spanien bei 56,4 Prozent. In Portugal sind 42,5 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Job, in Italien sind es 40,5 Prozent. Die hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen gehört zu den derzeit größten Sorgen der EU, die Politiker suchen seit Monaten nach schnell wirksamen Gegenmaßnahmen. In allen 27 EU-Ländern sind mehr als 5,6 Millionen Jugendliche ohne Job.

Deutschland gehört zu der Gruppe der Länder mit den geringsten Arbeitslosenzahlen. Bei der Jugendarbeitslosigkeit steht Deutschland mit einer Quote von 7,5 Prozent Eurostat zufolge am besten da. Die generelle Arbeitslosenquote liegt bei 5,4 Prozent, nur in Österreich ist sie mit 4,9 Prozent niedriger.

ul/wen (afp, dpa, rtr)