Kunst

Besetzung der Volksbühne ist beendet

Nachdem die Aktivisten Angebote von Senat und Intendanz hatten verstreichen lassen, hat die Polizei des Berliner Theater geräumt. Nicht alle gingen freiwillig.

Die besetze Volksbühne in Berlin (picture-alliance /dpa/M. Gambarini)

Nachdem der Großteil der selbsternannten Aktivisten das Haus am Donnerstagmittag angesichts einer großen Polizeipräsenz und der drohenden Räumung freiwillig verlassen hatten, musste ein harter Kern von rund einem Dutzend Besetzern von der Polizei aus dem Theatergebäude begleitet werden, wie die Polizei mitteilte. Fünf von ihnen seien herausgetragen worden, sie hätten sich "sanft widersetzt". Volksbühnen-Intendant Chris Dercon hatte zuvor Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.

Zu sehen ist der neue Intendant der Berliner Volksbühne, Chris Dercon (Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Volksbühnen-Intendant Chris Dercon

Damit endete nach sechs Tagen die Belagerung der Volksbühne, die am Freitagabend vergangener Woche begonnen hatte. In den folgenden Tagen hatten die Aktivisten ein Programm von Kinderschminken über Tanzperformances bis zu Marxismus- und Gentrifizierungsdebatten organisiert - und Party gemacht. Die Aktion war weniger als Statement gegen den umstrittenen neuen Intendanten Dercon gedacht, sondern "ein Zeichen gegen die aktuelle Kultur- und Stadtentwicklungspolitik". Die Proben in der Volksbühne waren wegen der Besetzung abgesagt worden.

Nicht auf Angebote eingegangen

Am Dienstagabend hatten Dercon und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) den Besetzern angeboten, ihren Protest auf zwei Räume der Volksbühne, den Grünen Salon sowie den Pavillon, zu beschränken, damit die Theaterproben und der Start der neuen Spielzeit sichergestellt sind. Auf dieses Angebot waren die Besetzer jedoch bis zuletzt nicht eingegangen. Am Mittwochabend sei ihnen noch einmal deutlich gemacht worden, "dass wir die Besetzung nicht akzeptieren werden", sagte Lederer.

Besetzer der Berliner Volksbühne räumen ihre Gegenstände aus dem Gebäude. (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Die Besetzer räumen ihre Gegenstände aus dem Theater

Rund 200 Einsätzkräfte der Polizei postierten sich am Donnerstagvormittag am Theater, die umliegenden Straßen wurden gesperrt. Den Besetzern sei angeboten worden, das Theater freiwillig bei Verzicht auf eine Strafverfolgung zu verlassen, sagte Lederer im Berliner Abgeordnetenhaus.

Aus der Kultur hatte es in den vergangenen Tagen vermehrt Kritik an der Besetzung gegeben. Auch am zögerlichen Vorgehen des Kultursenators war Kritik laut geworden.

tla/ld (dpa, epd)

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