1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

BP plant offenbar Stellenabbau in Deutschland

10. Januar 2016

Der Mineralölkonzern BP will einem Zeitungbericht zufolge hunderte Stellen streichen. Betroffen wäre jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland. Der Betreiber der größten deutschen Tankstellenkette will sparen.

https://p.dw.com/p/1HawI
BP British Petroleum Logo (Foto: REUTERS/Luke MacGregor/Files)
Bild: Reuters/L. MacGregor

Der Absturz des Ölpreises trifft BP hart. Die in Hamburg ansässige Tochter des Mineralölkonzerns BP Europa will laut einem Zeitungsbericht bis zu 800 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" allerdings ohne Nennung der Quelle. Sollte es zu einer derart umfassenden Streichung kommen, wäre etwa jeder siebte der rund 5500 Jobs hierzulande gefährdet. Ein BP-Sprecher sagte der Zeitung, das Management verhandele mit dem Betriebsrat über die Streichung von "mehreren Hundert Arbeitsplätzen". Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Starker Wettbewerb und Überkapazität

BP betreibt über die Tochter Aral die größte deutsche Tankstellenkette und das zweitgrößte Raffineriesystem mit den Werken Lingen und Gelsenkirchen. Der Konzern leide wie alle Mineralölfirmen derzeit unter einem schwierigen Marktumfeld mit starkem Wettbewerb und hohen Überkapazitäten, sagte der Sprecher.

Der Einbruch der Rohölpreise reißt ein tiefes Loch in den Gewinn vieler Mineralölkonzerne. Grund hierfür ist das enorme Überangebot auf dem Weltmarkt. Für Anleger sind Rohölkonzerne kein lukratives Geschäft. Der britische BP-Konzern ist an der Börse 81 Milliarden Euro (rund 60 Milliarden Pfund) wert. Besonders durch die Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe nach der Ölkatastrophe der Ölplattform "Deepwater Horizon" sorgte der Konzern für Negativ-Schlagzeilen.

pab/pg (afp, dpa)