Ostukrainekonflikt

Brüchige Waffenruhe in der Ostukraine

Immer wieder vereinbaren die Konfliktparteien in der Ostukraine Waffenruhen. Selten halten sie über einen längeren Zeitraum. Auch jetzt gibt es gegenseitige Schuldzuweisungen der Kriegsparteien.

Ukraine Soldat an einem Stützpunkt für humanitäre Hilfe in Awdijiwka (picture-alliance/dpa/E. Maloletka)

Inzwischen beruhigte sich die Lage zwar wieder etwas, doch die ukrainischen Regierungstruppen wie die von Russland militärisch unterstützten Separatisten berichteten von Toten und Verletzten. Gegenseitig werden wieder Schuldzuweisungen geäußert. Das Feuer hätte in der Nacht zum Freitag um 0.00 Uhr Ortszeit eingestellt werden sollen.

Die neue Waffenruhe sollte eigentlich für Kinder auf beiden Seiten einen gefahrlosen Schulanfang am 1. September ermöglichen.

Die Separatisten in Donezk erklärten, einer ihre Kämpfer sei von einem Scharfschützen getötet worden. Die Regierungsseite habe insgesamt fünf Mal gegen die Waffenruhe verstoßen. Ein Zivilist sei verletzt worden. Auch die Rebellen in Luhansk warfen der ukrainischen Armee Verstöße vor. Sie seien aus schweren Maschinengewehren beschossen worden.

Das ukrainische Verteidigungsministeriums erklärte, wenige Minuten nach Inkrafttreten der Feuerpause hätten die Rebellen das Dorf Talakiwka in der Donezkregion angegriffen. Die ukrainische Armee habe jedoch nicht zurückgeschossen. Kiew meldete zudem den Tod eines Regierungssoldaten. Er sei Verletzungen erlegen, die er bereits vor dem Waffenstillstand erlitten hatte. 

Utopischer Friedensplan?

In dem Konflikt sind seit 2014 nach UN-Schätzungen 10.000 Menschen getötet worden. Ein Friedensplan wird von beiden Seiten nicht umgesetzt. Insgesamt sind schon mehr als ein Dutzend solcher Feuerpausen zu Ostern, Weihnachten oder zum Schulbeginn vereinbart worden, wobei die Kämpfe nach einigen Tagen wieder zunahmen.

cgn/uh (afpe, dpa)

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