1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

China Kompakt

28. August 2009

Klima und Mehr: Wie sehen Sommer und Winter in China aus? Wo leben in dem Land die meisten Menschen? Und: Wie wirken sich Bevölkerungs- und Industriewachstum auf die Natur aus? Hier sind die Antworten.

https://p.dw.com/p/JKjE
Reisfelder in ChinaBild: AP

Obwohl China das bevölkerungsreichste Land der Erde ist, ist es im Schnitt dünner besiedelt als Deutschland. Im Reich der Mitte leben rein rechnerisch 137 Menschen auf einem Quadratkilometer, hierzulande hingegen 230. Allerdings gibt es eine deutliche Konzentration der Bevölkerung im Osten Chinas, insbesondere an der 14.500 Kilometer langen Küste. Im Westen und Südwesten geht es einsamer zu.

Gelber Fluß China
Der Gelbe Fluß wird als "Mutter der Flüsse" Chinas bezeichnetBild: Xiao Xu

Ein Grund dafür dürfte in der Geographie liegen: Vom hoch gelegenen Westen des Landes fällt das Land zum Pazifik flach ab. Zwischen den Gebirgen, die rund ein Drittel des Landes ausmachen, liegen Hochebenen. Osten und Nordosten sind von Hügeln und fruchtbaren Tiefebenen geprägt. Die längsten Flüsse sind der Gelbe Fluss Huanghe (5.464 km) und der Lange Fluss Jangtse (6.300 km). Zum Vergleich: Der Rhein ist gerade mal gut 1.300 Kilometer lang.

Taifun in China
Taifun fegt über ChinaBild: AP

Die klimatischen Bedingungen im Land sind sehr unterschiedlich. Im Winter können die Temperaturen in Peking auf weit unter Null sinken, während es weiter südlich in Kanton im Jahresschnitt rund 20 Grad warm ist. Auch die Niederschlagsmengen schwanken stark. Je nach Region haben die Menschen unter Dürreperioden bzw. Hochwasser zu leiden. An der Südküste toben alljährlich ab Spätsommer die Wirbelstürme.

Smog in Peking
Smog in PekingBild: AP

Industriewachstum, Bevölkerungszunahme und Raubbau an der Natur verschärfen die Umweltprobleme. Die enorme Zunahme privater PKW, Verschmutzung der Gewässer und Bodenerosion machen dem Land zudem zu schaffen. China ist nach den USA der zweitgrößte Emittent des Klimakillers Kohlendioxid und ebenfalls nach den USA zweitgrößter Stromverbraucher der Welt. Beim Verursacher des sauren Regens, dem Schwefeldioxid, hält das Land den traurigen Rekord. Die Folgen der Umweltzerstörung werden auch an der Spitze von Staat und Partei gesehen – nicht zuletzt die wirtschaftlichen. Die Belastung, die sich daraus für die Volkswirtschaft ergibt, wird allein für 2005 auf 50 Milliarden Euro taxiert. Inzwischen bekennt sich auch die Führung in Peking zu ambitionierten Umweltzielen und will stärker auf regenerative Energiequellen wie Solar- und Windkraft setzen.

Autor: Birgit Görtz
Redaktion: Hao Gui