Börse

Dax erreicht neues Rekordhoch

Beflügelt von den boomenden US-Börsen und einem schwächeren Euro markiert der Deutsche Aktienindex ein neues Allzeithoch. Die Börsianer beschäftigt jetzt vor allem eine Frage: Wann fällt die 13.000 Punkte-Marke?

Frankfurt Dax-Konzerne im Aufwind (picture-alliance/dpa/C. Schmidt)

Mit 12.976 Punkten markierte der Deutsche Aktienindex (Dax) am Mittwoch im frühen Handel den höchsten Stand in seiner fast 30-jährigen Geschichte. Die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten rückt jetzt wieder in greifbare Nähe.

Der Dax übertraf damit das alte Rekordhoch von 12.951 Punkten aus dem vergangenen Juni. Rückenwind erhielten die Kurse vor allem von den US-Börsen, die zuletzt auf immer neue Bestmarken gestiegen waren. Auch der jüngst schwächere Euro half, weil er Exporte vieler Unternehmen außerhalb der Eurozone billiger macht. Seit dem Jahresbeginn hat der Dax rund 13 Prozent zugelegt.

Unter den größten Gewinnern im Dax waren die Aktien von Volkswagen mit einem Kursplus von zwei Prozent. Der vom Dieselskandal erschütterte Autohersteller verzeichnete ein deutliches Absatzplus in den USA. Die Konkurrenten BMW und Mercedes verkauften dagegen weniger Autos. Deren Aktien legten dennoch je 1,4 Prozent zu.

In den USA hatte sich die jüngste Rekordfahrt am Dienstag fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial stieg erstmals über die Marke von 22.600 Punkten. Auch der breiter angelegte S&P 500 und der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite erreichten Höchststände. An Asiens Börsen überwogen ebenfalls die Kursgewinne.

"Der Optimismus an der Börse ist aktuell groß", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die Indizes der Eurozone profitieren von den immer neuen Allzeithochs ihrer US-Pendants." An der Wall Street war der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Dienstag auf einen Rekordwert von 22.646 Zähler gestiegen.

Die Wirtschaft in den USA und in Europa brummt. Selbst das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum der spanischen Region Katalonien vom vergangenen Wochenende trübt den Optimismus der Börsianer derzeit nicht. "Der gestrige Generalstreik in der Region verlief weitgehend friedlich und an den Finanzmärkten sind die Auswirkungen des innerspanischen Konflikts begrenzt", sagte Aktienanalyst Ralf Umlauf von der Helaba.

 

tko/bea (dpa, rtr)

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