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Neue Bildungsstrategie für Afrika

18. März 2014

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern auf eine neue Grundlage stellen. Künftig sollen Ausbildungs- und Forschungsprojekte auf Augenhöhe erfolgen.

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Laborant in Nigeria (Foto: dpa)
Bild: picture-alliance/Ton Koene

Zwischen Deutschland und Afrika gebe es eine mehr 30 Jahre alte Partnerschaft in Bildung und Forschung, erklärte Wanka auf einer Fachkonferenz in Berlin. Nun wolle man gemeinsam einen Schritt weiter gehen und die Zusammenarbeit "neu denken und neu ausrichten", sagte die Ministerin. Allein in den vergangenen sieben Jahren seien mehr als 500 Bildungs- und Forschungsaktivitäten in Afrika umgesetzt worden; deutsche Wissenschaftler kooperierten inzwischen mit Partnern aus 39 afrikanischen Ländern.

Johanna Wanka (Foto: dpa)
Kooperation neu denken und ausrichten: Ministerin WankaBild: Picture-Alliance/Tagesspiegel

Projekte sollen gemeinsam erarbeitet werden

Bei der Konferenz geht es um Themen wie Umwelt, Bioökonomie, Gesundheit, Rohstoffmanagement sowie gesellschaftliche und politische Transformationsprozesse. Rund 700 Experten aus Deutschland und Afrika legten dazu Empfehlungen vor. Wesentlich ist dabei: Sämtliche Projekte sollen auf Augenhöhe und in Abstimmung mit der Afrikanischen Union und den Partnerländern umgesetzt werden.

Kompetenzzentren für Landmanagement

Ziel sei, gemeinsam an Forschungsfragen zu arbeiten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung und Innovationen in afrikanischen Ländern zu fördern, sagte Wanka. Als Beispiel nannte sie den gemeinsamen Aufbau von zwei regionalen Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement im Süden und im Westen Afrikas. Die Bundesregierung investiere in diese Projekte bis zu 100 Millionen Euro.

Afrikanische Belange sollen berücksichtigt werden

Die Afrikanische Union begrüßte die Zusammenarbeit. Der für Humanressourcen, Wissenschaft und Technologie zuständige AU-Kommissar Martial De-Paul Ikounga hob in Berlin hervor, der deutsche Ansatz unterscheide sich "in erfreulicher Weise" von der bisherigen Praxis internationaler Geberländer, weil sie "Afrikas eigene Rahmenbedingungen" berücksichtige.

Afrikas Potenzial

Die Afrikanische Union wünscht sich vor allem eine stärkere internationale Partnerschaft beim Ausbau der höheren Bildung. Gerade im Bereich von Wissenschaft und Technologie verlöre Afrika derzeit viele Akademiker, so Ikounga. Dies verschärfe die Schwierigkeiten beim Aufbau eigener Expertise und bei der Entwicklung.

uh/gmf (afp,kna)