eSport

eSport fordert Unterstützung von WADA

Die eSport-Szene fordert im Kampf gegen Betrüger mehr Hilfe von der Welt-Anti-Doping Agentur. Allerdings soll diese Hilfe so aussehen, dass bei den eSport-Profis laxere Maßstäbe gelten sollen.

E-Sports Counter-Strike Computer-Spiel Fans Katowice Polen (picture-alliance/dpa/A.Grygiel)

Zwar strebt der eSport eine größere Akzeptanz als "richtiger Sport" an, doch empfinden die Organisatoren der Profi-Computerspieler eine damit verbundene Integration des WADA-Anti-Doping-Codes in ihre Abläufe als zu hart. "Der WADA-Code ist hoffnungslos unangebracht im eSports", sagte Ian Smith, Vorsitzender der eSports-Integritäts-Koalition (ESIC). Stattdessen fordert die eSport-Szene im Kampf gegen Betrüger mehr Unterstützung von der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA). Bei professionellen Computer- und Konsolenspielern können Präparate wie Arzneimittel zur Behandlung von ADHS, beispielsweise Adderall oder Ritalin die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Steroide oder Wachstumshormone sind dagegen im eSport nicht so gängig wie in den "klassischen" Sportarten wie zum Beispiel Radsport, Gewichtheben oder Leichtathletik.

Smith: "Nicht erforderlich und nicht erschwinglich"

Das Kölner Unternehmen ESL, das Ligen und Turniere auf der ganzen Welt organisiert, möchte, dass die Doping-Bestimmungen für den eSport etwas gelockert werden. Der Grund: Um Leistungssteigerungen im eSport zu erreichen, komme nur eine begrenzte Anzahl von Mitteln infrage. Der größte Kritikpunkt aus der Sicht der eSport-Organisatoren ist aber, dass die Branche ihre Spieler auf alle Substanzen testen müsse. Zudem sollten die Instanzen im eSport laut WADA Rund-um-die-Uhr überwacht werden, sowohl Trainingskontrollen als auch Urin- und Blutproben durchgeführt werden.

Dies sei aber "nicht erforderlich und nicht erschwinglich" für die eSport Szene, behauptet Ian Smith. So kämpfe die ESIC unter Zusammenschluss mehrerer Unternehmen und Organisationen der eSport-Branchen bereits gegen Doping, Wett- und Softwarebetrug. Der Anfang wurde am vergangenen Wochenende bei einem großem Offline-Counter-Strike-Turnier gemacht. Dort wurden bei allen Spielern Speichelproben genommen.

jd/asz (sid, dpa)

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