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G8 rufen Iran zu ernsthaftem Dialog auf

13. April 2012

Die Außenminister der G8-Staaten haben an den Iran appelliert, bei den neuen Atomgesprächen ernsthaft zu verhandeln. Teheran kündigte neue Initiativen an.

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Die G-8-Außenminister und EU-Außenkommissarin Ashton (r.) in Washington (Foto: Reuters)
G 8 Aussenminister Treffen in Washington DCBild: Reuters

Die Außenminister der sieben führenden Industrienationen - USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada sowie der Chefdiplomat Russlands - G8- forderten den Iran im Atomkonflikt zu einem "konstruktiven und ernsthaften Dialog ohne Vorbedingungen" auf. Die Führung in Teheran dürfe die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft nicht abermals verschleppen.

Gespräche in Istanbul

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an der Atombombe zu arbeiten. Die Regierung in Teheran bestreitet dies. Am Samstag sollen nach mehr als einem Jahr Pause in Istanbul wieder Gespräche über den Atomstreit zwischen dem Iran und der sogenannten 5-plus-1-Gruppe - die fünf UN-Vetomächte und Deutschland beginnen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte bei den G-8-Beratungen in Washington: "Es geht nicht um irgendwelche Propagandagespräche oder das Spielen auf Zeit." Die G8 wollten eine nukleare Bewaffnung des Iran "unbedingt" verhindern. US-Außenministerin Hillary Clinton deutete vorsichtigen Optimismus an: "«Wir erhalten Signale, dass sie Ideen an den Verhandlungstisch mitbringen."

Iran und sein Atomprogramm

Teheran kündigt Initiativen an 

Dies wurde indirekt vom iranischen Chefunterhändler Said Dschalili bestätigt, der für die Verhandlungen "neue Initiativen" ankündigte. Nach Berichten staatlicher Medien in Teheran erklärte Dschalili, der Iran sei zu "erfolgreichen und fortschrittlichen Verhandlungen über eine Zusammenarbeit" bereit. Er hoffe, der Westen gehe "mit einer konstruktiven Haltung in die Gespräche" Einzelheiten zu den iranischen Initiativen nannte Dschalili nicht.

wl/re (dpa,dapd,rtre)