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Geheimnis der schnellen Kenianer gelüftet!

19. August 2009
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Kenianer laufen schneller als der Rest der Welt. Was wir alle längst ahnten, ist nun wissenschaftlich bewiesen. Grund dafür sind jedoch nicht die langen, schlanken Beine sondern die gesamte Körpermuskulatur, die optimal an Laufbelastungen angepasst sein soll. Das haben Forscher der Universität Bayreuth bei Studien mit kenianischen Langstreckenläufern herausgefunden.

Weltmeister 2009 im 3000 m-Hindernislauf: Ezekiel Kemboi aus Kenia (Foto: AP)
Kein Gramm Fett, Muskeln exakt dort, wo man sie zum Laufen braucht. Nur trainieren müssen Kenianer, wie Ezekiel Kemboi, genauso hart wie alle anderen SpitzenläuferBild: AP

Danach besitzen Kenianer kein unnötiges Muskelfleisch und verbrauchen daher auch nicht viel Sauerstoff für Muskelgruppen, die nicht am Laufen beteiligt sind. "Es ist ein ökonomisch optimales Laufen", sagt Projektleiterin Nicole Prommer. Sechs Wochen lang verglichen sie und ihr Team zehn kenianische Läufer mit deutschen Spitzenläufern. Trainingsgebiet für alle Testläufer war Oberfranken. "Die Laufökonomie der Kenianer war entschieden besser", schildert Prommer die Ergebnisse. "Ab einer Geschwindigkeit von 18 Stundenkilometern benötigten sie deutlich weniger Sauerstoff als die Deutschen." Die deutschen Läufer seien zwar auch drahtig und hager, trotzdem wesentlich muskulöser als die Kenianer. Die hingegen schleppten kein Gramm zu viel mit sich herum, das mit Sauerstoff versorgt werden müsste.

Ob sich diese Ergebnisse auch auf andere afrikanische Nationalitäten übertragen lässt, beispielsweise auf Läufer aus Äthiopien oder Eritrea, wollen die Bayreuther Forscher in anschließenden Studien untersuchen.

ht/we/Uni Bayreuth/dpa/AP