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Millionenstrafe für General Motors

16. Mai 2014

Wegen defekter Zündschlösser war es zu teils tödlichen Unfällen gekommen. Nun muss General Motors die Höchststrafe bezahlen. Der Vorwurf der US-Behörden: Das Unternehmen hätte früher reagieren müssen.

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GM-Autos. Foto: Rtr//Carlos Barria
Bild: Reuters

35 Millionen US-Dollar, also mehr als 25 Millionen Euro - so hoch ist die Strafe, die der US-Autobauer General Motors (GM) bezahlen muss. Damit verhängte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA die zivilrechtliche Maximalstrafe.

Bei Modellen der Opel-Mutter aus den Jahren 2003 bis 2005 konnte es passieren, dass die Zündung von selbst in die "Aus"-Position zurücksprang. Die Servolenkung und der Bremskraftverstärker wurden dadurch abgeschaltet, Airbags wurden bei Unfällen nicht aktiviert. GM führt insgesamt 30 Unfälle mit 13 Toten auf den Fehler zurück.

Hohe Kosten

Die Behörde sah es als erwiesen an, dass der Konzern das Problem früh erkannt, aber zunächst ein Jahrzehnt lang ignoriert hatte.

GM hat bereits in die Strafe eingewilligt. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar werden zudem für die anstehenden Reparaturen und für Schadensersatzklagen veranschlagt.

In den letzten Monaten waren immer wieder umfangreiche Rückrufaktionen gestartet worden. Insgesamt 12,8 Millionen Fahrzeuge müssen jetzt zur Überprüfung in die Werkstätten, fast alle in den USA.

js/qu (rtr, dpa, afp)