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Hillary Clinton will US-Präsidentin werden

12. April 2015

Schon lange wurde damit gerechnet, jetzt ist es offiziell: Hillary Clinton will noch einmal bei den Wahlen zum US-Präsidenten im November 2016 kandidieren.

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Hillary Rodham Clinton gibt per Video ihre Kandidatur als US-Präsidentin bekannt (Foto: picture-alliances/Hillary For America via AP)
Bild: picture-alliances/Hillary For America via AP

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich offiziell um die Nachfolge von Präsident Barack Obama beworben. Die 67-Jährige gab ihre Kandidatur in einem Video auf ihrer Homepage und per Twitter bekannt.

Vor acht Jahren hatte die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton im parteiinternen Vorwahlkampf gegen Obama verloren, der nun nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf.

Zuvor hatte Amtsinhaber Barack Obama der Demokratin demonstrativ den Rücken gestärkt. Sie würde eine grandiose Präsidentin abgeben, sagte Obama nach Abschluss des Amerika-Gipfels in Panama-Stadt. Sie sei beim Vorwahlkampf 2008 eine beeindruckende Kandidatin gewesen, bescheinigte Obama Clinton. "Sie war eine große Stütze bei der Präsidentschaftswahl. Sie war eine hervorragende Außenministerin. Sie ist eine Freundin. Ich bin sicher, sie würde eine grandiose Präsidentin abgeben."

"Verlässliche Partnerin für Europa"

Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) begrüßte die erwartete Bewerbung der Ex-First Lady und wünschte ihr viel Erfolg. "Hillary Clinton war Außenministerin und hat sich nicht nur als verlässliche Partnerin Europas und Freundin Deutschlands profiliert, sondern auch in den Krisen der Welt - von Afghanistan bis Nahost - Fingerspitzengefühl bewiesen", sagte Steinmeier in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung.

Im Gegensatz zu ihrem ersten Versuch muss Clinton diesmal kaum befürchten, dass sie bereits bei der parteiinternen Kandidatenkür gestoppt wird: Bisher ist keine ernsthafte Konkurrenz in den eigenen demokratischen Reihen in Sicht. Vizepräsident Joe Biden denkt zwar über eine Kandidatur nach, aber laut derzeitigen Umfragen hätte er wie alle anderen potenziellen demokratischen Bewerber praktisch keine Chance, Clinton auszubooten.

Bei den Republikanern haben bereits die Senatoren Ted Cruz und Rand Paul - beide Lieblinge der Tea-Party-Bewegung - ihre Kandidatur erklärt. Am Montag will auch Marco Rubio, Senator aus Florida, in den Ring steigen. Zu den weiteren wahrscheinlichen Bewerbern gehört Ex-Gouverneur Jeb Bush, Sohn und Bruder ehemaliger Präsidenten.

Kampf für Chancengleichheit

Experten zufolge muss Hillary Clinton die Wähler zu überzeugen versuchen, dass sie frische politische Ansätze zu bieten hat und bürgernah ist. In einer am Freitag veröffentlichten aktualisierten Einführung zu ihrem Buch "Hard Choices" über ihre Zeit als Außenministerin gab sie einen Hinweis darauf, dass sie Chancengleichheit für alle Amerikaner zu einem zentralen Wahlkampfpunkt machen und dabei ihren Status als frischgebackene Großmutter nutzen will.

"Ich bin mehr überzeugt denn je, dass unsere Zukunft im 21. Jahrhundert von unserer Fähigkeit abhängt sicherzustellen, dass jedes Kind, geboren in den Bergen der Appalachen oder im Mississippi-Delta oder im Rio-Grande-Tal mit der gleichen Chance auf Erfolg aufwächst wie Charlotte", schrieb Clinton mit Bezug auf ihre kleine Enkeltochter.

pab/pg (dpa, afp, rtr)