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Italien siegt knapp gegen Schweden

17. Juni 2016

Keine Bewegung, kaum Torszenen und nur ein Treffer. Das zweite Gruppenspiel der Schweden und Italiener in Gruppe E ist eine der schwächsten Partien der bisherigen EM. Wieder fällt das einzige Tor kurz vor Schluss.

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Frankreich Fußball-EM Italien vs. Schweden Eder feiert sein Tor
Bild: Reuters/M. Dalder

Lustlos, einfallslos und fast torlos - Italien hat im zweiten Spiel der UEFA Euro 2016 gegen die Schweden lange Zeit keinen Schlüssel zum Erfolg gefunden. Auch die Schweden und ihr Superstar Zlatan Ibrahimovic blieben harmlos. Dennoch endete die schwache Partie vor 33.000 Zuschauern in Toulouse nicht torlos, sondern mit einem unter dem Strich verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg der Italiener, die zwar nicht viel, insgesamt aber viel mehr als die schwachen Schweden für das Spiel taten. In der 88. Minute schloss Italiens Stürmer Eder seine einzige gute Aktion der Partie mit dem 1:0 ab.

Italiens Nationaltrainer Antonio Conte hatte sein Team im Vergleich zum überraschenden Auftaktsieg gegen Belgien (2:0) auf einer Position umgebaut. Alessandro Florenzi vom AS Rom begann im Mittelfeld für Matteo Darmian von Manchester United. Bei den Schweden standen mit HSV-Profi Albin Ekdal und dem Leipziger Emil Forsberg zwei Bundesliga-Profis in der Startelf. Das Spiel brauchte lange, um ein wenig Fahrt aufzunehmen. Ibrahimovic ließ sich oft weit ins Mittelfeld zurückfallen, holte sich dort die Bälle und versuchte, das Spiel anzukurbeln - allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Nachdem in der ersten Hälfte von beiden Teams meist Standfußball präsentiert wurde und der Spielaufbau auf beiden Seiten oft aus langen Bällen ins Nirgendwo bestand, dauerte es daher bis zur 49. Minute, bevor es zum ersten Mal ein wenig brenzlig wurde: Eder legte seinem Sturmpartner Graziano Pelle auf, der einen Volleyschuss aus 18 Metern abgab, das schwedische Tor aber um mehrere Meter verfehlte.

Eder erlöst Italien

Italien machte nun, angetrieben von Trainer Antonio Conte, etwas mehr Druck. Weitere Torgelegenheiten ließen aber dennoch auf sich warten. Nach einer Stunde brachte Conte daher mit Simone Zaza von Juventus Turin einen frischen Stürmer für Pelle (60.). In der 64. Minute sorgte Florenzi mit einer Flanke von links für Unruhe vor dem schwedischen Tor. Der Ball segelte hinüber nach rechts zu Antonio Candreva, der ihn noch einmal nach innen brachte, doch Schwedens Schlussmann Andreas Isaksson griff sicher zu und entschärfte die Situation.

Die größte "Gefahr" für das italienische Tor bestand bei Kopfball-Rückgabe von Giorgio Chiellini auf den beschäftigungslosen Gianluigi Buffon in der 70. Minute, die der 38-jährige Keeper aber sicher aus der Luft fing. Ibrahimovic tauchte in der ersten und der zweiten Halbzeit jeweils nur einmal gefährlich vor Buffons Kasten auf, stand aber beide Male im Abseits. Ganz knapp dran am Torerfolg war Marco Parolo dessen Kopfball an die Oberkante der Latte prallte (83.).

Frankreich Fußball-EM Italien vs. Schweden
Kein Durchkommen: Zlatan Ibrahimovic (r.) hatte in der gesamten Partie keinen nennenswerten AbschlussBild: Reuters/V. Kessler

Fünf Minuten später durfte dann doch endlich gejubelt werden. Eder schnappte sich den Ball auf der linken Seite, lief mit dem Leder am Fuß in den schwedischen Strafraum und traf mit einem Flachschuss aus 15 Metern unhaltbar in die rechte untere Torecke (88.). Sekunden später hätte Candreva mit einem Volleyschuss auf 2:0 erhöhen können, doch Isaksson riss die Fäuste hoch und konnte klären. Mehr passierte nicht - eine späte Antwort der Schweden blieb aus. Als Andreas Granqvist in der Nachspielzeit nach einem Zweikampf im italienischen Strafraum fiel, verweigerte der Schiedsrichter den Schweden zu Recht einen Strafstoß.

Italien sicherte sich mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel den Einzug ins Achtelfinale. Schweden steht mit nur einem Punkt aus zwei Partien vor dem letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Belgien schwer unter Erfolgsdruck und vor dem EM-Aus.

Viel verpasst haben Sie nicht - dennoch haben Sie hier noch einmal die Gelegenheit, alle Einzelheiten des Spielverlaufs nachzulesen.