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Leipzig zwingt Gladbach in die Knie

Calle Kops sid, dpa
19. Februar 2017

Am Ende einer hart umkämpften Partie im Borussia-Park bringt RB Leipzig einen knappen Sieg über die Zeit. Dabei profitieren die Gäste von zwei entscheidenden Abwehrfehlern. Köln und Schalke teilen sich die Punkte.

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Leipzigs Keeper Peter Gulacsi liegt am Boden und pariert einen Foulelfmeter von Gladbach-Stürmer Thorgan Hazard (l.) (Foto: Getty Images/Bongarts/M. Hitij)
Leipzigs Keeper Peter Gulacsi pariert einen Foulelfmeter von Gladbach-Stürmer Thorgan Hazard (l.)Bild: Getty Images/Bongarts/M. Hitij

Mit dem ersten Auswärtssieg des Jahres hat RB Leipzig seine kleine Misserfolgsserie in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Der Tabellenzweite gewann nach zuvor zwei Niederlagen in Serie am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:0) und rückte auf fünf Punkte an Spitzenreiter Bayern München heran.

Der Höhenflug der Gladbacher hingegen endete nach dem 0:1 gegen den AC Florenz in der Europa League auch in der Bundesliga. Vor rund 52.000 Zuschauern im Borussia-Park verloren die Gastgeber erstmals in der Liga unter Trainer Dieter Hecking. Die Treffer für Leipzig erzielten Emil Forsberg (31. Minute) und Timo Werner (55.). In beiden Situationen sah die Gladbacher Hintermannschaft nicht gut aus. Für die Borussia traf Jannik Vestergaard (81.). Zuvor vergab Thorgan Hazard noch einen Foulelfmeter (45.).

Disziplinierter Protest

Zwei Wochen nach den Vorkommnissen in Dortmund gab es auch im Mönchengladbacher Stadion Aktionen gegen das Leipziger Fußballmodell. Mit einer Vielzahl von moderaten Spruchbändern machte der Traditionsverein vom Niederrhein auf seine Ablehnung des Systems Leipzig aufmerksam. Darüberhinaus hatte Borussias aktive Fanszene für die ersten 19 Minuten zu einem stillen Protest aufgerufen und größtenteils auf die gewohnte Unterstützung verzichtet.

Fans von Borussia Mönchengladbach protestieren gegen das System RB leipzig mit einem Banner am Zaun der Nordkurve (Foto: Getty Images/Bongarts/M. Hitij)
Fans von Borussia Mönchengladbach protestieren gegen das System RB Leipzig mit einem Banner am Zaun der NordkurveBild: Getty Images/Bongarts/M. Hitij

"Ich glaube, wir waren von zwei guten Mannschaften die etwas bessere. Heute haben wir uns das Quäntchen Glück dann auch erarbeitet - verdient, wie ich finde, sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. "In den letzten beiden Spielen haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Momentan müssen wir ein Stück kaltschnäuziger sein vor dem gegnerischen Tor", sagte Borussen-Kapitän Lars Stindl mit Blick auf die Niederlage in der Europa League. "Ich meine, dass man trotzdem eine gute Leistung von uns gesehen hat", fügte Vestergaard hinzu.

Vergebliches Aufbäumen

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und hatten gute Szenen in der Offensive. Vor allem über die linke Seite mit Fabian Johnson liefen viele Angriffe. Der fleißige Hazard scheiterte in der 11. Minute aus kurzer Distanz und hatte die besser postierten Mitspieler übersehen. Die Gäste, mit dem Ex-Gladbacher Marvin Compper im Abwehrzentrum, kamen aber immer wieder zu schnellen und gefährlichen Kontern. In der 16. Minute musste Borussias Torhüter Yann Sommer einen Schuss von Marcel Sabitzer mit größter Mühe um den Pfosten lenken.

Gladbachs Andre Hahn (l.) und der Leipziger Marvin Compper (r.) versuchen den Ball zu spielen (Foto: picture alliance/dpa/F. Gambarini)
Keine Geschenke: Andre Hahn (l.) und Marvin CompperBild: picture alliance/dpa/F. Gambarini

Nach einer halben Stunde kam Sommer bei einem 16-Meter-Schuss von Forsberg allerdings zu spät. Der Schwede traf nach Pass von Timo Werner zum 1:0 für die Gäste und beendete damit die 312 Minuten andauernde Auswärts-Torflaute.

Noch vor der Pause vergab Hazard die Chance zum Ausgleich. Der Belgier scheiterte mit einem Elfmeter nach Foul von Compper an Lars Stindl an Leipzigs Keeper Peter Gulacsi. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und setzten die Gladbacher oft gefährlich unter Druck. Eine der Chancen nutzte Werner mit einem strammen Rechtsschuss zum 2:0. Dennoch bäumten sich die Borussen noch einmal mächtig auf und kamen zu einigen guten Tormöglichkeiten. Doch unter dem Strich reichte es nur noch zum Kopfballtreffer von Vestergaard.

Modeste sichert Köln den Punkt

Anschließend stoppte der 1. FC Köln die jüngste Erfolgsserie des FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener mussten nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Serie mit einem 1:1 (1:1) in Köln zufrieden sein. Torgarant Anthony Modeste glich in der 43. Minute mit seinem 17. Saisontor die frühe Gäste-Führung durch Alessandro Schöpf aus der zweiten Minute aus. Damit halten die Rheinländer auf Rang sieben mit 33 Punkten zumindest Kontakt zu den Europapokalplätzen, verpassten allerdings die Chance, sich auf Rang fünf zu verbessern. Schalke belegt mit 26 Zählern den zehnten Rang.

Spätes Bayern-Remis in Berlin

Bayern-Stürmer Robert Lewandowski jubelt (Foto: picture-alliance/AP Photo/M. Sohn)
Bayern-Stürmer Robert Lewandowski macht das späte 1:1Bild: picture-alliance/AP Photo/M. Sohn

Am Samstag hatte der FC Bayern auf dem Weg zur fünften deutschen Meisterschaft in Serie einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Tabellenführer aus München rettete bei Hertha BSC gerade noch ein 1:1 und zeigte dabei eine enttäuschende Leistung. Borussia Dortmund ließ sich beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg von der gesperrten Südtribüne nicht beirren und ist nun Dritter vor 1899 Hoffenheim, das 2:0 gegen Schlusslicht Darmstadt gewann. Eintracht Frankfurt rutschte durch eine 0:2-Heimpleite gegen den FC Ingolstadt auf Platz fünf ab. Werder Bremen feierte beim 2:0 in Mainz den ersten Sieg 2017. Und schließlich trennten sich der Hamburger SV und der SC Freiburg 2:2.

Zum Auftakt des 21. Spieltags hatte Bayer Leverkusen auch dank eines historischen Tores von Karim Bellarabi seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Nationalspieler leitete das verdiente 3:1 der Werkself beim FC Augsburg mit dem 50.000 Treffer der Bundesliga-Geschichte ein.

Wer noch einmal in die Sonntags-Partien des 21. Spieltags eintauchen will: Hier geht es zum Liveticker. Und alle Ergebnisse und die Tabelle der Fußball-Bundesliga finden Sie hier.

ck/sw (sid, dpa)