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Datenleck bei Sex-Kontaktbörse

22. Mai 2015

Fast vier Millionen Kunden von "Adult Friend Finder" dachten, sie seien anonym. Doch nun wurden die Nutzerdaten der weltweit größten Sex-Kontaktbörse offenbar gehackt - und im Darknet veröffentlicht.

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Symbolbild Hackerattacke (Foto: picture-alliance/dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Hacker sind offenbar an persönliche Daten von rund 3,9 Millionen Mitgliedern der Sex-Kontaktbörse Adult Friend Finder (AFF) gelangt. Wie der britische TV-Sender Channel 4 berichtete, beinhalteten die Datensätze außer Informationen wie E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und Postleitzahlen auch Angaben über sexuelle Orientierungen und Neigungen.

"Abertausende Nutzer" im Visier

Bereits vor einem Monat hatte die Cyberspace-Expertin Bev Robb die Nutzerdaten im sogenannten Darknet gefunden, einer Art Schatten-Internet mit erschwertem Zugang. Erst jetzt wurde bekannt, dass die Daten vermutlich von AFF-Mitgliedern stammten. Der Expertin zufolge könnten damit "abertausende Nutzer" der Seite identifiziert werden. Die Daten könnten auch von Dritten für Erpressungsversuche missbraucht werden.

Ermittlung gegen die Hacker

Die kalifornische Betreiberfirma des Portals, FriendFinder Networks, räumte in einer Erklärung ein "mögliches Sicherheitsproblem" ein. Das Unternehmen sei erst seit Kurzem über den Vorfall informiert worden, die Verantwortlichen seien sich der Schwere des Problems jedoch vollkommen bewusst, heißt es weiter. Eine Ermittlung sei bereits eingeleitet.

nin/qu (afp)