Pferdesport

Nationenpreis für deutsche Reiter

Erst die Springreiter - jetzt ziehen auch die Dressur- und Vielseitigkeitsreiter nach und holen sich den Nationenpreis beim CHIO in Aachen. Für die Dressur-Equipe ist es bereits der 37. Titel seit 1977.

Reitturnier CHIO 2017 - Vielseitigkeit (picture-alliance/dpa/U. Anspach)

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben ihn wieder: Den Nationenpreis, den sie im vergangenen Jahr an Australien verloren hatten. Ingrid Klimke mit Hale Bob, der dreimalige Olympiasieger Michael Jung mit Sam, Weltmeisterin Sandra Auffarth mit Opgun Louvo und Josefa Sommer mit Hamilton gewannen mit deutlichem Vorsprung vor Australien und Schweden.

Zudem triumphierte Klimke in der Einzelwertung vor Titelverteidiger Jung. Auffarth landete hinter dem Australier Shane Rose auf Platz vier. "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich hier gesehen habe", sagte Bundestrainer Hans Melzer: "Die Reiter, die ich im Fokus hatte, waren sehr gut. Jeder hat seinen Job erledigt."

Das Team für die EM Mitte August im polnischen Strzegom wollte Melzer zwar noch nicht offiziell nominieren, dennoch dürften die Reiter feststehen. Neben Klimke und Jung gehören voraussichtlich Ex-Europameisterin Bettina Hoy und Julia Krajewski zur Mannschaft, beide verzichteten in Absprache mit Melzer auf den Start in Aachen. Erste Ersatzreiterin wird vermutlich Josefa Sommer sein. Auffarth ist seit Olympia in Rio keine lange Prüfung mehr mit Opgun Louvo gegangen und darf demzufolge gemäß den Regularien nicht mit zur EM. 

Überschattet wurde der Geländeritt in Aachen vom spektakulären Sturz von Leonie Kuhlmann. Sie wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie über Schwindel geklagt hatte. Die 23-Jährige konnte die Klinik aber wieder verlassen. Kuhlmann war an einem der 26 Hindernisse über den Hals ihrer strauchelnden Stute Cascora geflogen, hatte sich aber sofort wieder aus eigener Kraft hochgerappelt. Das Pferd blieb bei dem Zwischenfall unverletzt.

Titel in Serie für Dressurreiter

Die deutsche Dressur-Equipe hat beim Weltfest des Pferdesports unterdessen den 37. Nationenpreis seit 1977 gewonnen. Die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth musste sich mit ihrem Paradepferd Weihegold in der Einzelwertung des Grand Prix Special allerdings überraschend der Weltcup-Zweiten Laura Graves aus den USA mit Verdades geschlagen geben. Sönke Rothenberger wurde mit Cosmo Dritter.

Reitturnier CHIO 2017 - Dresseur Isabell Werth, Deutschland (picture-alliance/dpa/U. Anspach)

Deutschland trat in der Besetzung Werth, Rothenberger, Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. und Hubertus Schmidt mit Imperio an. Am Sonntag wird in der abschließenden Kür der Große Preis von Aachen vergeben, den Isabell Werth seit 1992 bereits zehnmal gewonnen hat. "Man hat Weihegold angemerkt, dass es ihr erster Grand Prix Special seit Rio war", sagte Werth, die der Stute leichte Irritationen beim Anpiaffieren und fehlende Routine bescheinigte: "Jetzt müssen wir bis zur EM noch ein bisschen Special üben."

Die deutsche Mannschaft für die EM Ende August in Göteborg steht damit fest, auch wenn Bundestrainerin Monica Theodorescu sich am Samstagmittag noch nicht offiziell festlegen wollte. Werth, Rothenberger und Schneider aus der Gold-Mannschaft von Rio sind ohnehin gesetzt, der vierte Platz dürfte an Helen Langehanenberg gehen. Hubertus Schmidt hatte seine Chancen mit schwachen Leistungen im Grand Prix und im Special in Aachen vergeben.

Den Sieg im wichtigsten Springen des vorletzten CHIO-Tages hat sich Christian Ahlmann gesichert. Der Springreiter aus Marl setzte sich am Samstag im Springen mit Siegerrunde im Sattel von Caribis durch. Mit dem schnellsten Ritt der zweiten Runde siegte der
42-Jährige vor dem Schweizer Steve Guerdat mit Ulysse. Platz drei ging an Bertram Allen mit Molly Malone. Für das zweitbeste deutsche Ergebnis sorgte Laura Klaphake. Die 23-Jährige Reiterin aus Steinfeld kam mit Silverstone auf Platz acht.

mrl/tk (sid und dpa)

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