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Tipps und Tricks

Wer als Nicht-Bayer das Oktoberfest in München besuchen möchte, sollte einige Grundregeln der bayerischen Lebensart und Küche beachten, um sich nicht sofort als "Saupreuß" zu outen.

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Oktoberfestparade in MünchenBild: AP

Nennen Sie einen traditionell in Tracht gekleideten Bayern niemals einen "Seppl", denn bei "Guck mal ein Seppl" kann es schnell vorbei sein mit der Festlaune. Laden Sie den missgestimmten Herrn dann aber beispielsweise auf eine Weißwurst ein, sollten Sie Folgendes beachten: Schneiden sie diese nicht mit Messer und Gabel, sondern nehmen Sie die Weißwurst in die Finger und "zuzeln" sie aus - dann sind Sie in seiner Gunst wieder weit gestiegen.

"Auszuzeln" gilt in Bayern nicht als unhöflich, sondern als traditionsbewusst und urig. Bestellen Sie zur Weißwurst immer Weißbier und "Brezn". Falls Sie doch eine Maß bestellen, also ein Helles, betonen Sie das "a" niemals lang sondern immer kurz.

"Datschi" ist kein Kosename für Hunde

Fragen Sie nicht nach einer "Frikadelle", sondern lieber nach "Fleischpflanzerl". Wenn Sie auf einem Holzspieß gebratene Fische sehen, sollten Sie diese nicht als "Fisch am Stock" oder gar "Stockfisch" bezeichnen, sondern als "Steckerl-Fisch", sonst werden Sie möglicherweise einfach nicht beachtet.

Falls Sie eher den Mehlspeisen zugetan sind, sollten Sie wissen, dass ein "Datschi" kein Kosename für Hunde ist, sondern ein Zwetschgenkuchen mit Hefeteig und ein "Auszogner" kein Sonnenanbeter im Englischen Garten, sondern ein Schmalzgebäck. Und verabschieden Sie sich nie mit "Tschüss" oder noch schlimmer mit "Tschüssi", da geht dem Bayern der Hut hoch. Viel Glück und "O'zapft is." afp/(pg)

Das Oktoberfest beginnt am 22.9. und dauert bis zum 7.10.2007.