Eishockey

Olympia 2018 ohne NHL-Stars

Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL will ihre Saison 2017/2018 nicht für die Olympischen Winterspiele unterbrechen. Viele Stars der Liga sind wütend.

Leon Draisaitl bei einem Spiel der Edmonton Oilers. Foto: dpa-pa

Auch Leon Draisaitl darf nach der Entscheidung der NHL nicht zu den Spielen in Pyeongchang

Die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea werden ohne die Stars aus der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL ausgetragen. Nach zähen Verhandlungen mit dem Internationalen Olympische Komitee (IOC) erteilte die NHL einer notwendigen Unterbrechung der Saison 2017/18 eine Absage. "Wir betrachten die Sache als offiziell abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung der Liga: "Wir waren offen für die Meinungen anderer Parteien, beispielsweise des IOC, des Weltverbandes IIHF oder der Spielervereinigung NHLPA. Einige Monate sind nun vergangenen, ohne dass ein aussagekräftiger Dialog zustande gekommen ist." Die NHL soll für den Einnahmeausfall während der Spiele eine hohe finanzielle Entschädigung durch das IOC verlangt haben. Das IOC lehnt solche Zahlungen grundsätzlich ab.

"Sehr enttäuscht"

Letztmalig fanden Olympische Winterspiele 1994 in Lillehammer in Norwegen ohne die Cracks aus der besten Eishockeyliga der Welt statt. Damit muss auch Deutschland auf Leistungsträger wie Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Tom Kühnhackl (Pittsburgh Penguins) oder Thomas Greiss und Dennis Seidenberg (beide New York Islanders) verzichten. "Wir sind sehr enttäuscht", sagte Bundestrainer Marco Sturm.

Notfalls auch ohne den Segen der NHL zu Olympia

"Das IOC bedauert die Athleten wirklich sehr", teilte das Internationale Olympische Komitee in Lausanne mit. "Das muss eine riesige Enttäuschung für die Spieler sein, die definitiv an den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 teilnehmen wollten." Einige Topstars der Liga äußerten ihr Unverständnis über die Entscheidung der NHL. "Das ist vor allem für all die Spieler enttäuschend, die nicht Teil des größten Abenteuers im Sport sein können", twitterte Torhüter Henrik Lundqvist von den New York Rangers, der 2006 mit Schweden Olympiasieger geworden war.

Der kanadische Nationaltorhüter Carey Price von den Montreal Canadiens sagte, vielen jungen Spielern bleibe jetzt nur eine WM-Teilnahme, um das eigene Land zu repräsentieren: "Aber das ist nicht dasselbe. Wir reden über Olympia. Niemand kann Olympia ersetzen." Alexander Owetschkin, russischer Superstar der Washington Capitals, kündigte an, er werde auch ohne den Segen der NHL nach Pyeongchang reisen.

sn/ck (dpa, sid)

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