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Prinz Ali will FIFA-Wahl absagen lassen

Thomas Klein (afp, sid)23. Februar 2016

Die FIFA-Präsidentschaftswahl geht in die heiße Phase. Am Freitag soll in Zürich der Nachfolger von Joseph Blatter gewählt werden. Das jedoch will der Präsidentschaftskandidat Prinz Ali nun verhindern.

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FIFA Jordanien Prinz Ali bin al Hussein
Bild: Getty Images/P. Schmidli

Der jordanische FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al Hussein will die für Freitag geplante Wahl des neuen Fußball-Weltverbands-Chefs auf dem Kongress in Zürich von höchster Instanz absagen lassen. Wie seine Anwälte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mitteilten, hat Ali hierfür bereits am Montag beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einen Antrag gestellt.

Hintergrund des Antrags ist die Idee des Prinzen, am 26. Februar in Zürich eine Glasabstimmungskabine für die Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände installieren zu lassen. Domenico Scala, der für die Wahl zuständige FIFA-Kommissionschef, lehnte dies aber bereits ab. Nun soll die FIFA eine Anfrage zur "beschleunigten Klärung der Sache" verweigert haben, teilten die Anwälte mit: "Es ist daher ganz natürlich, dass Prinz Ali den CAS anruft."

Keine Handys in Abstimmungskabine

FIFA Präsident Sepp Blatter
Wer wird Nachfolger von FIFA-Präsident Joseph Blatter?Bild: picture alliance/augenklick/firo Sportphoto

Ali erhofft sich von den gläsernen Abstimmungskabinen mehr Transparenz bei der FIFA-Wahl. "Nur eine transparente Glaskabine kann beweisen, dass jeder Abstimmende bei seinem Votum nur seinem Herzen und seinem Gewissen folgt. Dass es keine Zwangsstimmen gibt, die durch gepostete Fotos und damit Druck von außen erzwungen wurden", sagte Renaud Semerdjian, einer der Anwälte von Prinz Ali. Indes hat ein FIFA-Sprecher AFP bestätigt, dass den Abstimmenden am kommenden Freitag nicht erlaubt wird, mit einem Handy die Abstimmungskabine zu betreten. Es dürfen keine Fotos vom Votum über soziale Netzwerke gepostet werden.

Prinz Ali tritt bei der Abstimmung in Zürich gegen UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz, Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain, den Franzosen Jerome Champagne und Tokyo Sexwale aus Südafrika an. Im ersten Wahlgang benötigt der Sieger, der Joseph S. Blatter beerbt, zwei Drittel der Stimmen. Danach genügt die absolute Mehrheit.

tk/ck (afp, sid)

Programmhinweis: Die DW sendet in dieser Woche - ab Dienstag, 23. Februar 2016 - die Dokumentation "Die Fußball-Mafia - Blatters vergiftetes Erbe". Die Sendezeiten im deutschen Programm: Dienstag, 23.02.2016: 18:15 Uhr MEZ / Mittwoch, 24.02.2016: 12:15 Uhr MEZ / Mittwoch, 24.02.2016: 21:15 Uhr MEZ / Donnerstag, 25.02.2016: 01:15 Uhr MEZ