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Roger Moore ist tot

Seine berühmteste Rolle war die des James Bond. Zwischen 1973 und 1985 spielte Roger Moore in sieben Filmen den smarten Agenten und Frauenhelden. Nun ist er im Alter von 89 Jahren an Krebs gestorben.

Von der Gage seines ersten "Bond"-Films ("Leben und sterben lassen", 1973) hat er sich einen Rolls Royce gekauft. Sein Leben war luxuriös, dennoch widmete er sich sozialen Projekten. 

Augewachsen ist der am 14. Oktober 1927 geborene Roger George Moore in schlichten Verhältnissen. Sein Vater ist Polizist, seine Mutter Kassiererin, Geschwister hat er keine. In der Schule wird er gehänselt, weil er übergewichtig ist. Er liebt Comics und zeichnet selbst. Er möchte Cartoonist werden, wird aber während seiner Ausbildung wegen eines groben Patzers fristlos entlassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dient er in der britischen Besatzungszone als Soldat in Deutschland. Dort beginnt er, an Shows und Theaterstücken für die britische Armee mitzuwirken. Er findet Gefallen an der Schauspielerei und beschließt, dies zum Beruf zu machen.

Steile Schauspielkarriere

1945 beginnt er an der "Royal Academy of Dramatic Art" in London sein Studium. Sein Talent wird schnell erkannt. Schon während des Studiums bekommt er Engagements und wird für die Leinwand entdeckt. 1948 dreht er seinen ersten Kinofilm ("Dr. Johnsons Heimkehr") - und erhält sofort weitere Angebote. In den TV-Serien "Maverick" und "Ivanhoe" startet er weiter durch, zum Weltstar wird er in den 1960ern als Simon Templar in der gleichnamigen Serie (orig: "The Saint"). An der Seite von Tony Curtis spielt er Anfang der 1970er in der Krimiserie "Die Zwei" und hat damit vor allem in Europa großen Erfolg.

Der ewige Bond

Doch seine berühmteste Rolle wird die des James Bond. In "Leben und sterben lassen" debütiert er 1973 als Geheimagent 007 und tritt damit die Nachfolge von Sean Connery und George Lazenby an. Ersterer hat inzwischen genug von Bond. Moore ist somit bereits der dritte Bond-Darsteller - ein schweres Erbe. Doch er meistert es mit Leichtigkeit.

Octopussy James Bond (picture-alliance/dpa)

In "Octopussy" umringt von den schönsten Frauen - privat bezeichnete sich Roger Moore als eher schüchtern

Viele Jahre später sagt er in einem "Spiegel"-Interview: "Nirgendwo steht geschrieben, wer er ist. So durfte er ein Schotte sein, als Sean Connery ihn spielte, oder ein Australier, als George Lazenby zwischendurch für einen Film die Rolle übernahm. Ich war der erste echte Brite, der im Geheimdienst Ihrer Majestät arbeitete. Und weil Bond keinen vorgeschriebenen Charakter hat, brachte ich damals eben hauptsächlich mich selbst mit - wie ich aussehe, Facetten meiner Persönlichkeit - alles, was zum Charakter passte."

Dennoch muss Moore ein paar Pfund abspecken, bevor die Dreharbeiten zu seinem ersten Bond-Film beginnen können. Und dann übertrifft er alle Erwartungen. Die Bond-Filme werden durchweg Mega-Erfolge und sind bis zuletzt Meilensteine in Roger Moores Karriere geblieben. Nach "Im Angesicht des Todes" (1985) beendet er seine Karriere als 007. Er dreht weitere erfolgreiche Filme und Serien und hat sogar einen Gastauftritt in der beliebten deutschen Krimiserie "Tatort". 

Botschafter für eine gute Sache

Nebenbei engagiert sich Moore sozial. So wird er, nachdem ihn seine Kollegin und Freundin Audrey Hepburn dazu überredet hat, 1991 zum Sonderbotschafter des UN-Kinderhilfswerks Unicef ernannt und bereist Länder auf der ganzen Welt, um Unicef-Projekte zu unterstützen. Er richtet Benefizveranstaltungen aus, dreht Werbespots für Unicef und setzt sich bis zuletzt für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien ein.

Roger Moore (Getty Images)

Sozial engagiert: Roger Moore war Sonderbotschafter für Unicef

Für sein Engagement wird er vielfach ausgezeichnet. 2003 erhebt ihn Königin Elizabeth II. in den Adelsstand, in Deutschland bekommt er das Bundesverdienstkreuz verliehen. 

Auch als Schauspieler erhält Moore viele Preise und Ehrungen in vielen Ländern, unter anderem auch den Golden Globe. 2007 erhält er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Als James Bond ist Roger Moore ein Frauenheld, im Privatleben geht ihm nicht alles so leicht von der Hand. Er heiratet vier Mal, mit seiner dritten Frau hat er drei Kinder. 

An diesem Dienstag (23. Mai 2017) hat die Familie des Schauspielers die Todesnachricht auf Twitter verbreitet: "Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass unser geliebter Vater, Sir Roger Moore, in der Schweiz nach einem kurzen, mutigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist".

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