Saudischer König Salman kritisiert erneut die Jerusalem-Entscheidung der USA | Aktuell Nahost | DW | 15.04.2018

Arabische Liga

Saudischer König Salman kritisiert erneut die Jerusalem-Entscheidung der USA

Er ist ein treuer Verbündeter Washingtons, doch übte der Monarch beim Gipfel der Arabischen Liga einmal mehr Kritik an der geplanten Verlegung der US-Botschaft in Israel. Wortkarg blieb Salman dagegen beim Thema Syrien.

TV-Übertragung der Eröffnungsrede von König Salman in den Pressesaal des Gipfeltreffens von Dhahran (Foto: picture-alliance/AP Photo/A. Nabil)

TV-Übertragung der Eröffnungsrede von König Salman in den Pressesaal des Gipfeltreffens von Dhahran

"Wir erneuern unsere Verurteilung und Zurückweisung der Entscheidung der amerikanischen Regierung über Jerusalem", sagte der saudische König Salman beim Treffen der Staatsoberhäupter der Arabischen Liga in Dhahran im Osten Saudi-Arabiens. Ost-Jerusalem sei ein Teil des palästinensischen Landes, der nicht abgetrennt werden dürfe. Der König versprach 150 Millionen Dollar zur Unterstützung islamischer Stätten in Jerusalem.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende des vergangenen Jahres Entrüstung in der arabischen Welt ausgelöst, als er die Entscheidung fällte, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Jerusalem ist ein zentraler Streitpunkt zwischen Israel und den Palästinensern. Diese sehen Ost-Jerusalem als künftige Hauptstadt eines unabhängigen Staates Palästina. Die Israelis beanspruchen die ganze Stadt für sich.

50-Millionen-Dollar-Spende für UN-Hilfswerk

Er nenne das 29. Gipfeltreffen der Arabischen Liga "Jerusalem-Gipfel", fügte der König hinzu. Damit werde für alle Welt klar, dass "Palästina und sein Volk" weiterhin das Anliegen der Araber bleibe. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für die palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) erhalte von Saudi-Arabien eine Spende über 50 Millionen Dollar. Die US-Regierung hatte im Januar ihre Zahlungen für das Flüchtlingshilfswerk drastisch gekürzt.

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman im Gespräch mit Aboul Gheit, dem Generalsekretär der Arabischen Liga (Foto: Reuters/H. I Mohammed)

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und Ahmed Abul Gheit, der Generalsekretär der Arabischen Liga

Vielen Regierungen der Region wird allerdings nachgesagt, sich nur nach außen hin gegen die Entscheidung zu wenden, Trumps Schritt aber eigentlich schon längst akzeptiert zu haben. Zuletzt hatte Salmans Sohn, Kronprinz Mohammed, in einem Interview des US-Magazins "The Atlantic" für Aufsehen gesorgt, weil er Israel dort das Recht auf ein eigenes Land zusprach.

"Entschiedene Verurteilung iranischer Terrorakte"  

Das jährliche Treffen der 22 arabischen Länder steht dieses Mal unter dem Eindruck des Luftangriffs der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf syrische Einrichtungen. Gleichwohl erwähnte König Salman den Krieg in Syrien mit keinem Wort. Das mit dem Iran verbündete Syrien war vor sieben Jahren aus der Arabischen Liga ausgeschlossen worden. Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen die islamistischen Kämpfer gegen Staatschef Baschar al-Assad. Dem Iran warf Salman eine "offene Einmischung in die Angelegenheiten arabischer Länder" vor: "Wir bekräftigen unsere entschiedene Verurteilung iranischer Terrorakte in der arabischen Region." Das Treffen der Staatschefs soll am Montag enden.

sti/qu (afp, dpa)

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