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Siemens ergattert Auftrag im Iran

3. Oktober 2016

Der Besuch von Sigmar Gabriel im Iran bringt zahlreiche Deals für deutsche Unternehmen mit sich. Der Siemens-Konzern wird Teile zum Bau von 50 Lokomotiven für die iranische Eisenbahngesellschaft RAI liefern.

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München Siemens Zentrale
Bild: Getty Images/AFP/C. Stache

Großes Interesse am Iran

Siemens will mit der iranischen Staatsbahn bei der Modernisierung des Bahnverkehrs des Landes zusammenarbeiten. Die betreffende Vereinbarung wurde am Rande des Iran-Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unterzeichnet. Ein Kernstück ist die Lieferung von Teilen für 50 dieselelektrische Lokomotiven. Die Züge sollen in der viertgrößten iranischen Stadt Karadsch montiert werden. Zum Volumen des Geschäfts wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Die Vereinbarung sieht eine Kooperation mit der Mapna Gruppe vor. "Iran will seine Bahn-Infrastruktur modernisieren. Siemens ist stolz, dies zu unterstützen", hieß es in der Erklärung des Unternehmens. Siemens und Mapna arbeiten bereits beim Bau von Gasturbinen zusammen, die in den nächsten Jahren ausgeliefert werden sollen.

Ministerbesuch führt zu zahlreichen Vertragsabschlüssen

Weitere Verträge, die während des Besuchs Gabriels in Teheran geschlossen wurden, betreffen die Modernisierung eines Gaskraftwerks durch Mitsubishi Deutschland, die Lieferung industrieller Kühlgeräte durch die INTRA Industrieanlagen GmbH sowie den Bau einer Ziegelsteinfabrik und von Ziegelsteinöfen durch die Keller HCW GmbH. Im öffentlichen Sektor wurde eine Vereinbarung über technische Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bundesbank und der Zentralbank des Iran sowie über Konzepte zur Bewirtschaftung von Georessourcen unterzeichnet.

hmf/uh (afp, dpa, rtr)