Sprintstars - nur einer ist unbelastet

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Steve Mullings

Bestzeit: 9,80 Sekunden. Der Trainingspartner von Tyson Gay darf bei den Olympischen Spiele 2004 in Athen nicht antreten - ein positiver Dopingbefund verhindert seinen Start. Nach zwei Jahren Pause darf der Jamaikaner wieder an Wettbewerben teilnehmen. 2011 wird Mullings jedoch wieder erwischt. Jetzt ist er lebenslang gesperrt.

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Maurice Green

Bestzeit: 9,79. Im Februar 2008 gibt der Sprinter aus den USA seinen Rücktritt bekannt. Im April berichtet die "New York Times", dass Greene dem Mexikaner Angel Guillermo Heredia 10.000 US-Dollar für Dopingmittel gegeben habe. Greene gibt die Zahlung zu, die Mittel seien aber für Mitglieder seiner Trainingsgruppe gewesen. Greene gilt nun als gerichtlich belastet, aber nicht des Dopings überführt.

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Ben Johnson

Bestzeit: 9,79. Er nimmt bereits unerlaubte Substanzen, als die meisten seiner Kollegen hier in der Bildergalerie noch nicht auf der Welt sind (1981). Seine Olympische Goldmedaille 1988 in Soul, wo er gegen Carl Lewis gewinnt, muss der Kanadier nach einem positiven Dopingbefund wieder abgeben. 1993 wird er wieder erwischt - und als Wiederholungstäter lebenslang gesperrt.

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Nesta Carter

Bestzeit: 9,78. Er ist der aktuellste Dopingsünder und der Grund, warum Landsmann Usain Bolt seinen Triple Triple los ist. Nachtests der Olympischen Spiele 2008 zeigen: Eine Probe von Nesta Carter enthält das Stimulans Methylhexanamin. Wie lange der Jamaikaner gesperrt wird, ist noch unklar.

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Tim Montgomery

Bestzeit: 9,78. 2005 wird der US-Amerikaner wegen Verwicklungen in die Balco-Affäre um das Designersteroid THG für zwei Jahre gesperrt. Drei Jahre später gibt er zu, mit Testosteron und Wachstumshormonen gedopt zu haben. 2008 folgt er seiner Lebensgefährtin und Ex-Sprinterin Marion Jones ins Gefängnis: Wegen Drogenhandels und Scheckbetrugs muss er vier Jahre einsitzen.

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Justin Gatlin

Bestzeit: 9,74. Er ist, wie einige seiner Kollegen, Wiederholungstäter. 2001 gibt es den ersten positiven Dopingbefund. Seine Erklärung: Er habe als Kind Medikamente gegen Aufmerksamkeitsdefizite genommen. Der Leichtathletik-Weltverband verkürzt die Sperre von zwei auf ein Jahr. Beim zweiten positiven Test 2006 sagt der US-Amerikaner gegen seinen Trainer aus - aus lebenslang werden vier Jahre.

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Asafa Powell

Bestzeit: 9,72. Der Jamaikaner wird 2006 zum Weltathlet gekürt. Er bleibt in diesem Jahr zwölf Mal unter zehn Sekunden und in allen 16 Rennen ungeschlagen. Seinen persönlichen Rekord läuft er 2008. 2013 wird er positiv getestet. Powell sagt, sein Konditionstrainer habe ihn mit Nahrungsergänzungsmitteln versorgt, nicht wissend, dass Oxilofrin enthalten sei. Er muss letztlich sechs Monate pausieren.

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Yohan Blake

Bestzeit: 9,69. Laut seinem jamaikanischen Landsmann Usain Bolt ist er ein Biest - weil er wie ein solches trainiere. 2009 wird Blake positiv auf ein Stimulanzmittel getestet. Weil diese Substanz nicht auf der WADA-Dopingliste steht, wird er freigesprochen. Dann aber doch mit einer dreimonatigen Sperre belegt, da die Substanz eine ähnliche Struktur wie ein verbotenes Dopingmittel hat.

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Tyson Gay

Bestzeit: 9,69. Der US-Amerikaner ist der hartnäckigste Gegner von Usain Bolt. 2007 gewinnt er bei den Weltmeisterschaften in Osaka dreimal Gold. 2013 wird in einer seiner Dopingproben ein anaboles Steroid gefunden. Er belastet später seinen Trainer. Wegen guter Kooperation wird Gay nur für ein Jahr von Wettkämpfen ausgeschlossen.

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Usain Bolt

Bestzeit: 9,58. Der Schnellste von allen gilt als sauber. Von dem Jamaikaner gibt es offiziell keine positive Dopingprobe. Nach je drei Mal Gold bei drei Olympischen Spielen (Triple Triple) sagt er 2016: "Ich bin jetzt eine Legende." Ende dieses Jahres will Bolt eigentlich aufhören. Bleibt er dabei, obwohl er nun durch den positiven Dopingbefund Carters sein Staffelgold von 2008 los ist?

Nun also auch Nesta Carter. Der Jamaikaner hat unerlaubte Mittel eingenommen. Von den zehn schnellsten Männern der Welt gilt nur einer als sauber - der amtierende Weltrekordhalter. Eine Übersicht.

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