Nachrichten | 12.12.2017 | 17:00

Russland zieht Soldaten aus Syrien ab

Einen Tag nach einem Blitzbesuch von Präsident Wladimir Putin in Syrien hat Russland die Zahl seiner dort eingesetzten Flugzeuge samt Besatzung reduziert. Mehrere Langstreckenbomber und ein Aufklärungsflugzeug seien Richtung Heimat abgezogen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Das Ministerium dankte den Piloten für ihren Einsatz und die Erfüllung ihrer Aufgaben im Zuge der Anti-Terror-Operation. Putin hatte am Montag auf dem russischen Militärflughafen Hameimim im Westen Syriens den Abzug russischer Soldaten verkündet. Russland griff im September 2015 zur Unterstützung von Präsident Baschar al-Assad in den Konflikt ein. Die syrischen Regierungstruppen gewannen - flankiert von der russischen Luftwaffe - in der Folge die Oberhand über die Rebellen, die heute nur noch wenige Gebiete des Landes kontrollieren.

UNICEF warnt vor Massensterben im Kongo

Das Kinderhilfswerk UNICEF warnt vor einem Massensterben in der umkämpften Kasai-Region der Demokratischen Republik Kongo. Mindestens 400.000 Mädchen und Jungen seien vom Hungertod bedroht, wies die UN-Organisation in Genf darauf hin. Insgesamt seien 750.000 Kinder in dem Gebiet im Südwesten des Landes akut unterernährt. In mehreren Provinzen gibt es seit dem Tod des Milizenführers Kamwina Nsapu 2016 einen bewaffneten Konflikt. Nsapu, Chef einer gegen Präsident Joseph Kabila kämpfenden Gruppe, wurde von Soldaten getötet. Durch die Gefechte wurden bislang 1,4 Millionen Menschen vertrieben, das Gesundheitssystem und die Agrarproduktion sind weitgehend zusammengebrochen.

Steinmeier warnt in Ghana vor lebensgefährlicher Flucht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Ghana vor den Risiken einer Flucht aus dem westafrikanischen Land nach Deutschland und Europa gewarnt. Der Tageszeitung "Daily Graphic" sagte er, Deutschland habe in den vergangenen Jahren Hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen. Aber man müsse klar unterscheiden zwischen Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung sowie Migration auf der Suche nach einem besseren Leben. Europa könne nur wenigen Ghanaern und anderen Afrikanern diese Perspektive geben. Steinmeier erklärte weiter, wenn deutsche Unternehmen stärker in Ghana investieren sollten, müssten die Rahmenbedingungen wie verlässliche Infrastruktur, Rechtssicherheit und eine zuverlässige öffentliche Verwaltung verbessert werden. Der Bundespräsident war am Montagabend zum Auftakt seiner viertägigen Westafrika-Reise in der ghanaischen Hauptstadt Accra eingetroffen.

"One Planet Summit" in Frankreich

Auf den Tag genau zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaschutzabkommen findet in Frankreich der "One Planet Summit" (Eine Welt Gipfel) statt. Veranstalter sind Frankreich, die UN und die Weltbank. Mit dem Gipfel will Präsident Emmanuel Macron ein Zeichen setzen gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump, der aus dem Pariser Klimavertrag aussteigen will. Die USA sind nur mit Botschaftsangehörigen vertreten. Macron empfing im Élysée-Palast mehrere Vertreter aus US-Wirtschaft und -Politik, die sich anders als Trump für den Klimaschutz einsetzen - darunter Microsoft-Gründer Bill Gates und den früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Eines der Hauptthemen des eintägigen Treffens ist der Ausbau der Finanzmittel für den Klimaschutz. Dafür setzt Macron vor allem auf private Initiative.

Bundestag verlängert Anti-Terror-Mission im Mittelmeer

Der Bundestag hat die Verlängerung der Anti-Terror-Mission der Bundeswehr im Mittelmeer beschlossen. "Sea Guardian" gilt zunächst nur für drei weitere Monate, über eine längere Ausgestaltung soll dann die neue Bundesregierung entscheiden. Die NATO-Mission dient der Überwachung des Seeraums und dem Kampf gegen Terrorismus. Schiffe und Flugzeuge der Mitgliedsstaaten erstellen ein ständiges Lagebild im Mittelmeerraum und kontrollieren verdächtige Schiffe. 175 deutsche Soldaten beteiligen sich derzeit. Neben der Mittelmeermission verlängerte der Bundestag die Mandate für die Einsätze deutscher Soldaten in Afghanistan und in Mali um jeweils drei Monate. Außerdem wird sich die Bundeswehr in Syrien und im Irak weiterhin mit Luftaufklärung und Ausbildung am Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beteiligen.

Heftige Explosion erschütert Österreichs größte Gasstation

Bei der Explosion einer Gasstation im Osten Österreichs sind nach Behörden-Angaben ein Mensch getötet und 18 verletzt worden. Viele der Opfer haben Brandverletzungen. Der OMV-Gasknotenpunkt liegt bei Baumgarten an der March an der Grenze zur Slowakei. Die Detonation löste einen Brand aus, der riesige Feuerball war kilometerweit zu sehen. Das Feuer ist laut Polizei inzwischen unter Kontrolle. Sicherheitskräfte riegelten das Gelände weiträumig ab. Ursache der Detonation war nach ersten Erkenntnissen ein technisches Problem. Die Gasstation Baumgarten ist Österreichs größtes Verteilerzentrum für Erdgasimporte aus Russland und Norwegen. Mit einer Jahreskapazität von 40 Milliarden Kubikmeter zählt sie zudem zu den wichtigsten Gas-Drehscheiben Mitteleuropas, über sie werden neben Österreich auch Deutschland, Frankreich, Slowenien, Italien und Kroatien mit Erdgas versorgt. Der Gastransit Richtung Süden und Südosten ist beeinträchtigt. Italien erklärte den Notstand bei der Energieversorgung.

Vereinigung Cockpit droht Ryanair mit Streiks

Beim irischen Billigflieger Ryanair kündigt sich der erste Pilotenstreik der Geschichte an. Die Vereinigung Cockpit (VC) rief zu Streiks an den deutschen Basen auf. Zuvor hatten bereits Gewerkschaften in Italien und Portugal für Arbeitskämpfe mobilisiert. Die VC nannte zunächst keine Termine für den geplanten Ausstand, die Weihnachtstage sollen aber bis einschließlich 26. Dezember nicht bestreikt werden. Ziel der europaweit koordinierten Aktionen seien marktgerechte Arbeits-und Vergütungsbedingungen, erläuterte die Pilotengewerkschaft. Ryanair hat bislang keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Sprecher Robin Kiely verwies in der Vergangenheit auf Lohnerhöhungen und Dienstplanverbesserungen, die mit den lokalen Piloten-Ausschüssen verhandelt worden seien.

Russische Sportler fahren zu Olympischen Winterspielen nach Südkorea

Russische Sportler werden zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea fahren und unter neutraler Flagge starten. Das beschloss erwartungsgemäß die Olympische Versammlung als oberstes Organ der olympischen Bewegung in Russland in Moskau. Der Beschluss sei einstimmig gefallen, meldete die Agentur Tass. Wegen des russischen Doping-Skandals hatte das Internationale Olympische Komitee Russland für Pyeongchang gesperrt. Dopingfreie russische Sportler und Mannschaften dürfen aber unter der Olympia-Flagge starten. Präsident Wladimir Putin stellte den Athleten die Teilnahme an den Spielen vom 9. bis 25. Februar 2018 frei.

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