Tom Schilling: Von ″Crazy″ bis ″Der gleiche Himmel″

Tom Schilling: Von "Crazy" bis "Der gleiche Himmel"

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"Crazy" ist der Beginn seiner Karriere

Seinen Durchbruch feiert er mit "Crazy" (2000): Als 18-Jähriger bildet Tom Schilling mit Robert Stadlober ein unwiderstehliches Duo in der Verfilmung von Benjamin Leberts gleichnamigen Roman. Das bringt ihm den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller und einen Platz als Posterboy in zahllosen Jugendzimmern ein. Jetzt kann Schilling sich seine Rollen aussuchen.

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In Schönheit sterben

Schillings nächster Ausflug ins Genre "Internatsfilm" bietet deutlich härtere Kost: Der sensible Albrecht in "Napola" (2004) muss eine Nazi-Eliteschule besuchen und wird gezwungen, russische Flüchtlingskinder zu erschießen. Er begehrt erfolglos gegen das System auf und begeht schließlich Selbstmord. Nicht das einzige Mal, dass er ein Milchgesicht in Uniform spielt.

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Von Heldentum keine Spur

Im ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" (2013) verkörpert Schilling einen schöngeistigen jungen Soldaten, der in die Brutalität des Krieges hineingeworfen wird und schließlich völlig verroht. Der "Stern" nennt sein Spiel "elektrisierend", doch die Produktion erntet nicht nur Beifall. Vor allem in Polen sehen viele die einheimischen Partisanen als ausnahmslos antisemitisch verunglimpft.

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Odyssee durch Berlin

Einhelliges Lob gibt es für "Oh Boy" (2012): Schilling verkörpert den Studienabbrecher Niko, der durch die Straßen Berlins ebenso wie durch sein Leben irrt. Die Rolle bringt ihm den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis ein - und eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis. Schillings bescheidener Kommentar im "Spiegel" dazu: "Ich habe mich jetzt nicht blamiert in dem Film."

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Du hast die Haare schön

Tom Schilling, hier mit Wilson Gonzalez Ochsenknecht, hat in "Tod den Hippies!! Es lebe der Punk" (2015) einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Tatsächlich aber war er in seiner Jugend selbst eine Zeit lang Punk. Kein Irokese, sondern rasiert mit Zopf am Hinterkopf. "Ich wundere mich bis heute, warum meine Eltern nichts gesagt haben", erzählt er später der "Rheinischen Post".

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Oh Romeo!

Deutlich smarter präsentiert er sich (mit Ben Becker) zuletzt in dem ZDF-Dreiteiler "Der gleiche Himmel" (2017). Schilling, 1982 in Ost-Berlin geboren, spielt einen DDR-Agenten, der eine Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes in West-Berlin verführen soll. Die Rolle des Romeo, wie diese Spione zu DDR-Zeiten hießen, gibt ihm viele Möglichkeiten, sein subtiles, reduziertes Spiel zu zeigen.

Er ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler: Tom Schilling. In mehr als fünfzig Film- und Fernsehproduktionen hat der 35-Jährige mittlerweile mitgespielt. Wir zeigen seine erfolgreichsten Filme.