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US-Autor Paul Beatty gewinnt Booker-Preis

25. Oktober 2016

Der britische Man-Booker-Literaturpreis geht zum ersten Mal an einen Amerikaner. Der US-Autor Paul Beatty war buchstäblich sprachlos - und das bei seiner Rede während der Preisverleihung.

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Paul Beatty
Bild: Picture-Alliance/AP Photo/A. Grant

Für seinen satirischen Roman "The Sellout" wird der US-amerikanische Autor Paul Beatty mit dem renommierten Man-Booker-Literaturpreis ausgezeichnet. Er ist der erste Amerikaner, der den britischen Preis erhält.

Sein Roman sei "ein schockierendes und unerwartet lustiges" Porträt seiner Heimatstadt Los Angeles, erklärte die Jury in London. Das Buch, das in einem fiktiven Viertel der US-Großstadt spielt, werfe einen schonungslosen Blick auf die Rassenverhältnisse in den USA. "The Sellout" ist Beattys vierter Roman.

Die Historikerin Amanda Foreman, die den Vorsitz der Jury innehatte, erklärte, das Buch "taucht direkt in das Herz der zeitgenössischen amerikanischen Gesellschaft ein - und das mit einer absolut wilden Schlagfertigkeit, wie ich sie seit Jonathan Swift oder Mark Twain nicht gesehen habe."

Beatty vor der Verleihung mit den anderen Anwärtern
Beatty vor der Verleihung mit den anderen AnwärternBild: picture-alliance/AP Photo/A. Grant

Beatty war bei der Preisverleihung in London dermaßen überwältigt, dass er bei einer Rede zunächst kaum sprechen konnte. "Ich kann Euch gar nicht sagen, welch langer Weg das für mich war", sagte der 54-Jährige.

Der Preis wurde im Beisein von Herzogin Camilla, der Frau von Prinz Charles, verliehen. Der Booker Prize ist der wichtigste britische Literaturpreis. Er zeichnet Autoren aus, die Englisch schreiben und deren Werke in Großbritannien erscheinen.

stu/jj (afp, dpa, rtr)