Reise

Venedig enthüllt Geheimnis der Prokuratien

Wer glaubt, Touristen haben in Venedig schon alles entdeckt, irrt: Der 500 Jahre alte Prokuratien-Palast am Markusplatz wird renoviert und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Italien | Markusplatz in Venedig (picture-alliance/ZB/J. Kalaene)

Rund 60.000 Besucher bummeln täglich durch die Gassen Venedigs und über den Markusplatz, der an der Nordseite von den Alten Prokuratien gesäumt wird. Der berühmte Bau, dessen Fassade vollständig in Arkaden aufgelöst ist, wird jetzt von keinem geringerem als dem britischen Stararchitekten David Chipperfield restauriert.

Die Initiative dazu geht vom Versicherungsunternehmen Generali aus, das seit 1832 in dem Gebäude seinen Sitz hat und es nun unter anderem für Ausstellungen und Veranstaltungen nutzen will. Zudem soll ein Zentrum für benachteiligte Menschen entstehen. Die Restaurierung umfasst 11.000 Quadratmeter und soll bis 2020 beendet werden.

Italien | Markusplatz in Venedig (picture-alliance/D. Kalker)

Ein Muss für Venedig-Besucher: der Markusplatz

Zum Sanierungsprojekt gehören auch die ehemaligen königlichen Gärten an den Prokuratien. Einst Domäne der österreichischen Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi, wurden sie seit langem nicht mehr genutzt. So glanzvoll wie zu Sissis Zeiten, die sich für ihren Aufenthalt in Venedig extra Vasen, Begonien oder Orchideen aus Wien liefern ließ, soll es aus Kostengründen aber nicht werden. Geplant sind schattenspendende Bäume für Anwohner und Touristen - und eine Brücke. Sie soll den Garten mit dem Markusplatz verbinden und den Besuchern neue Ausblicke auf den berühmtesten Platz der Stadt ermöglichen.

fm/ch (AP, lonelyplanet)

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