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Wer verabschiedet sich mit dem Pokal?

20. Mai 2016

Sie beiden haben dasselbe Ziel: Den perfekten Abgang. Und das bedeutet: am Samstag in Berlin zu gewinnen. Pep Guardiola oder Mats Hummels - wer wird sich von seinem Verein mit dem DFB-Pokal verabschieden?

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Fußball DFB-Pokal Brussia Dortmund - VfL Wolfsburg
Bild: picture-alliance/dpa/M. Gambarini

Borussia Dortmunds Kapitän Mats Hummels will den DFB-Pokal nach einer rauschenden Nacht in sein Hotelbett entführen. Bayern-Coach Pep Guardiola den Pott auf dem Marienplatz noch einmal mit der Meisterschale vereinen. Die beiden Hauptdarsteller blicken vor ihrem letzten Spiel für ihre Vereine begierig auf die turmalinbekränzte Trophäe - doch wie das eben so ist in einem Finale: Nur ein Traum wird nach dem Spiel der Spiele zwischen Bayern München und Borussia Dortmund am Samstag (20.00 Uhr MESZ im DW-Livestream) in Erfüllung gehen.

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Guardiola: zum letzten Mal auf der Bayern-BankBild: Imago

74.322 Zuschauer im Berliner Olympiastadion und Abermillionen vor dem Fernseher werden in diesem Duell mit ganz besonderer Brisanz vor allem auf Guardiola und Hummels schauen. Geht Pep im Triumph zu Manchester City? Und: Stellt der Weltmeister seinen neuen Kollegen vom FC Bayern zur Vorstellung den Pokal in die Kabine? Oder wird er im 73. Cupfinale zum zweiten Lothar Matthäus?

Jeder Fehler wird kritisch beäugt

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der Bayern, hat Guardiola einen unmissverständlichen Auftrag erteilt. "Das ist ein wichtiges Spiel. Das weißt Du", gab er seinem Trainer beim Meisterbankett zu verstehen, "das Double in Deutschland zählt sehr viel!" Es wäre das elfte für den 17-maligen Pokalsieger, das zehnte hatte Guardiola selbst 2014 vollendet - gegen den BVB.

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Hummels: sein letztes Spiel in Schwarz-GelbBild: picture alliance/GES-Sportfoto

"Natürlich ist das letzte Spiel als Coach des FC Bayern speziell für mich", gab der Katalane zu. Das gilt auch für Mats Hummels, der mit einem "komisches Gefühl" auflaufen wird. "Jeder Fehler, den ich mache, wird endlos seziert werden." Dann heiße es: "Da! Der ist mit dem Kopf ja schon in München!"

Noch ist Hummels Dortmunder

Deshalb will Hummels einen Münchner Triumph verhindern, koste es, was es wolle. Keinesfalls mag er sich - wie Matthäus, der 1984 für Borussia Mönchengladbach einen Elfmeter gegen die Bayern verschoss - auf ewig nachsagen lassen müssen, in diesem Spiel mit den Gedanken schon bei seinem künftigen Verein gewesen zu sein. "Ich will die Bayern schlagen, so lange ich hier bin", sagte er, "und wenn das gelingt, werde ich fragen, ob ich den Pokal mit ins Bett nehmen darf." Am besten volltrunken, morgens um fünf.

sw (dpa, sid)