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Zehntausende Albaner demonstrieren gegen Regierung

Zehntausende Anhänger der oppositionellen Demokraten (PD) haben in der albanischen Hauptstadt Tirana gegen die Regierung des Sozialisten Edi Rama protestiert. Es geht um den Wahltermin und die Korruption im Land.

Albanien Protest der Demokratischen Partei (DW/R. Shehu)

Vor jubelnden Anhängern verlangte der PD-Vorsitzende Lulzim Basha erneut den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama und die Einsetzung einer All-Parteien-Regierung. Nur so könne eine faire und freie Parlamentswahl vorbereitet werden. Daher müsse der von der Opposition boykottierte Wahltermin am 18. Juni verschoben werden.

Während Basha der Regierung erneut unterstellte, mit der Organisierten Kriminalität im Land verquickt zu sein, machte sein Gegenspieler Rama der Opposition schwere Vorwürfe. Die Opposition wolle eine Staatskrise hervorrufen, um die angestrebte tiefgreifende Reform der Justiz im Land zu verhindern. "Die korrupten Richter und Staatsanwälte" seien immer noch eng verbunden mit der Demokratischen Partei, die von 2005 bis 2013 die Regierung stellte.

Interesse aus dem Ausland

Die Sozialisten wollen die turnusmäßige Parlamentswahl auch dann ansetzen, wenn die Opposition nicht teilnimmt. Sie werden dabei von der EU und den USA unterstützt. In den letzten Monaten hatte es zahlreiche Kompromissvorschläge des Auslandes gegeben, die vor allem an der harten Haltung der Opposition gescheitert waren. Zuletzt hatte es der CDU-Politiker David McAllister versucht, der den Auswärtigen Ausschuss des Europaparlaments leitet.

cgn/djo (ap, dpa)

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