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Öl Thema am Rande von G20

5. September 2016

Die Ölpreise leben derzeit ganz von der Erwartung auf eine Einigung zwischen den großen Förderländern Saudi-Arabien und Russland. Zum Wochenbeginn wurden diese Erwartungen wieder einmal enttäuscht.

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China G20 Gipfel in Hangzhou - Hollande & Jinping & Putin & Merkel
Bild: Reuters/N. Asfouri

Am Rande des G20-Treffens beteuerten Russlands Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman zwar nach einem Gespräch, sie wollten wegen der Überproduktion beim Erdöl zusammen arbeiten. Die Überdproduktion wird für den Preisverfall des Rohstoffes verantwortlich gemacht. Allerdings nannten sie keine Einzelheiten. In der Folge fiel am Montagfrüh der Preis für die US-Ölsorte WTI erneut um 0,75 Prozent und der für die europäische Sorte Brent um 0,8 Prozent.

Brent wurde damit zu Beginn des Handels in Asien mit 46,45 Dollar je Fass angeboten. Die Verluste glichen Preissteigerungen beim Öl vom Freitag zum Teil wieder aus. Auch da hatten die Märkte auf Äußerungen Putins reagiert, Russland und andere Förderländer sollten die Förderung einfrieren. Russland und die Mitglieder des Ölkartells OPEC produzieren rund die Hälfte des Erdöls weltweit.

Beide Seiten hatten mehrfach beteuert, man wolle bei einem Treffen im September zu einer Einigung kommen. Experten halten eine Vereinbarung aber nach wie vor für unwahrscheinlich, weil ähnliche Bemühungen im Frühjahr schon einmal gescheitert waren.

ar/ul (dpa, afp)