01.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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01.02.2019

01.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Aussetzung des INF-Vertrags durch die USA steht offenbar bevor

In Washington wird erwartet, dass US-Außenminister Mike Pompeo an diesem Freitag die Aussetzung des INF-Vertrags durch die USA verkünden wird. Mehrere Nachrichtenagenturen melden übereinstimmend, dass die USA bereits die NATO-Partner über diesen Schritt informiert hätten. Der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene Rüstungskontrollvertrag hat entscheidend zum Ende des Kalten Krieges beigetragen, indem sich beide Länder darin zum vollständigen Verzicht auf Mittelstreckenraketen verpflichteten. Die USA werfen Russland seit Jahren vor, dagegen zu verstoßen.


Neue Regierung im Libanon nimmt Arbeit auf

Im Libanon hat sich nach monatelangen Verhandlungen die neue Regierung vorgestellt. Geführt wird sie erneut vom Sunniten Saad al-Hariri, der vom Westen unterstützt wird. In der neuen Regierung sind die meisten der politischen Gruppen des Landes vertreten. Vier Posten wurden mit Frauen besetzt. Finanzminister Ali Hassan Chalil und Außenminister Gebran Bassil behalten ihre Posten. Bei der Abstimmung hatten Verbündete der pro-iranischen Hisbollah-Miliz Stimmen hinzu gewonnen. Sie stellt den neuen Gesundheitsminister.


USA und China erzielen Fortschritte im Handelsstreit

Die USA und China zeigen sich zuversichtlich, den Handelsstreit beilegen zu können. Nach einem Treffen mit Chinas Vizepremier Liu He sagte US-Präsident Donald Trump, man werde ein großartiges Handelsabkommen bekommen. Sein Handelsbeauftragter Robert Lightizer erklärte, bei den Verhandlungen seien Fortschritte erzielt worden. Staatschef Xi Jinping schrieb in einem Brief, er hoffe, beide Seiten würden weiterhin in gegenseitigem Respekt arbeiten. Wenn bis zum 1. März keine Lösung gelingt, will Trump die Sonderzölle auf Importe aus China von derzeit 10 auf 25 Prozent erhöhen.


Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan tritt in Kraft

Die EU und Japan bilden ab sofort die größte Freihandelszone der Welt. Seit diesem Freitag ist das 2018 geschlossene EPA-Abkommen in Kraft, das Märkte mit insgesamt 635 Millionen Menschen miteinander verbindet. Die beteiligten Staaten sind für knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung verantwortlich. Durch den Wegfall fast aller Zölle im Handel mit Japan können europäische Unternehmen laut EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker jedes Jahr eine Milliarde Euro einsparen. Kritiker beklagen eine Absenkung von Umwelt- und Verbraucherschutzstandards durch das Abkommen.


USA lassen humanitäre Hilfe in Nordkorea zu

Im Vorfeld eines geplanten zweiten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben die USA eine Erleichterung der humanitären Hilfen für das ostasiatische Land zugelassen. Der US-Sondergesandte für Nordkorea, Stephen Biegun, bestätigte eine Lockerung der Regeln. Die US-Regierung ändert damit ihren Kurs. Im vergangenen Jahr hatte sie noch erwirkt, dass mehrere Anträge von Nichtregierungsorganisationen bei den UN auf Eis gelegt wurden. Ob das Vorgehen direkt mit dem für Ende Februar anvisierten Gipfel zwischen Trump und Kim zusammenhängt, ist unklar.


Hilfsorganisationen fordern sichere Häfen für Flüchtlinge

Knapp 40 Organisationen haben sich mit einem offenen Brief an Justizministerin Katarina Barley und Innenminister Horst Seehofer gewandt. Darin fordern sie die EU-Staaten dazu auf, im Mittelmeer geborgene Flüchtlinge umgehend nach Europa zu bringen und private Seenotretter besser zu unterstützen. Es brauche zügige und verlässliche Ausschiffungsregelungen und das Ende der Rückführungen nach Libyen. Die Organisationen wollen auch auf den EU-Rat für Justiz und Inneres einwirken, der in der kommenden Woche tagt. Zu den Unterzeichnern des Briefs gehören Ärzte ohne Grenzen, Caritas Europa und Oxfam.


Deutsche Bank macht erstmals seit Jahren wieder Gewinn

Die von Krisen und Skandalen geschüttelte Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unterm Strich verbuchte das größte deutsche Geldinstitut ein Plus von 341 Millionen Euro. Der seit einem knappen Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing sagte, die Rückkehr in die Gewinnzone zeige, dass die Deutsche Bank auf dem richtigen Weg sei. Vor allem durch Personalstreichungen will das Haus seine laufenden Kosten weiter drücken und eine Milliarde Euro zusätzlich einsparen. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Beschäftigen deutlich unter 90.000 sinken.