05.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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05.02.2019

05.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Lima-Gruppe fordert Sanktionen gegen Maduro

Die in der Lima-Gruppe zusammengeschlossenen 13 lateinamerikanischen Staaten und Kanada wollen mit Sanktionen Venezuelas amtierenden Staatschef Nicolás Maduro zum Aufgeben zwingen. Maduros Regierung sollte der Zugriff auf internationale Vermögenswerte Venezuelas untersagt werden, forderte die Gruppe nach einer Sitzung im kanadischen Ottawa. An das venezolanische Militär erging der Appell, sich loyal an die Seite des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó zu stellen.


Zentralafrikanische Rebellen verzichten auf Generalamnestie

Noch immer haben weder die Regierung der Zentralafrikanischen Republik noch die Rebellengruppen Inhalte aus dem Abkommen öffentlich gemacht, auf das sie sich am Wochenende geeinigt haben. Nach Informationen der Deutschen Welle soll der Friedensvertrag an diesem Dienstag paraphiert werden und auf fünf Eckpunkten basieren. Demnach ist vorgesehen, eine nationale Einheitsregierung zu bilden, wobei der Premierminister aus den Reihen einer der 14 bewaffneten Rebellengruppen stammen soll. Ferner soll es keine Generalamnestie geben, sondern eine Übergangsjustiz etabliert werden.


Merkel nennt Bedingung für Huawei-Beteiligung an 5G-Ausbau

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bedingungen formuliert, damit chinesische Netzwerkfirmen wie Huawei am Ausbau eines modernen 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland teilnehmen können. Man müsse angesichts der Sicherheitsbedenken mit der chinesischen Regierung sprechen, sagte Merkel in einer Diskussion mit Studenten der Keio-Universität in Tokio. Es müsse klargestellt sein, dass der chinesische Staat nicht auf alle Daten chinesischer Produkte in Deutschland zugreifen könne. Generell müsse man mit China einen Weg finden, um die Rechte an geistigem Eigentum zu sichern.


Scholz stellt höheren Wehretat infrage

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht Probleme, den Wehretat bis 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern. Da die Steuereinnahmen wegen der schwächer werdenden Konjunktur weniger stark sprudeln dürften, seien die Haushaltsspielräume weitgehend ausgereizt, heißt es in einer 22-seitigen Aufstellung des Finanzministeriums. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hingegen bekräftigte das 1,5-Prozent-Ziel. Die USA pochen darauf, dass Deutschland als NATO-Mitglied die Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigert.


Pentagon befürchtet neue Stärke des IS

Nach dem angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien warnt das US-Verteidigungsministerium vor einem möglichen Wiedererstarken der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Ohne entsprechenden Druck könnte der IS wahrscheinlich innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wieder aufleben und einen Teil des verlorenen Geländes zurückgewinnen, heißt es in einem Pentagon-Bericht. Im Einsatzgebiet der US-Truppen im Osten Syriens verblieben rund 2000 IS-Kämpfer. Die USA hatten den Abzug ihrer rund 2000 Soldaten in Syrien im Dezember angekündigt. Wann die Truppen abrücken, ist nicht bekannt.


Trump will neuen Innenminister nominieren

US-Präsident Donald Trump will den früheren Energie-Lobbyisten David Bernhardt als neuen Innenminister berufen. Er soll Nachfolger des skandalumwitterten Innenministers Ryan Zinke werden. Bernhardt war als Stellvertreter Zinkes daran beteiligt, geschützte Gebiete in Alaska für Ölbohrungen freizugeben. Umweltschützer und Medien kritisieren die Nominierung. Der Senat, in dem Trumps Republikaner eine Mehrheit haben, muss den Kandidaten noch bestätigen.


Mehrere Todesopfer bei Hausbrand in Paris

Bei einem Großbrand in Paris sind in der Nacht auf Dienstag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 27 Menschen erlitten bei dem Feuer in einem achtstöckigen Wohnhaus im Westen der französischen Hauptstadt Verletzungen. Nach Angaben der Behörden wurde eine Verdächtige festgenommen. Der Brand war aus unbekannter Ursache in dem Haus im 16. Pariser Bezirk ausgebrochen. Das Gebäude sowie umliegende Häuser wurden evakuiert. Die mit 200 Einsatzkräften angerückte Feuerwehr musste einige Menschen retten, die auf das Dach des brennenden Hauses geflüchtet waren.