08.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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08.02.2019

08.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Venezuela-Kontaktgruppe fordert neue Wahlen

Die Europäische Union und mehrere lateinamerikanische Staaten haben freie Wahlen in Venezuela gefordert. Die sogenannte Internationale Kontaktgruppe für Venezuela unterstütze eine friedliche Krisenbewältigung durch freie, transparente und glaubwürdige Präsidentschaftswahlen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Gruppe werde die notwendigen Kontakte mit den venezolanischen und internationalen Akteuren aufnehmen, um einen glaubwürdigen Wahlprozess zu garantieren. Die US-Regierung hat unterdessen den Druck auf Nicolás Maduro erhöht und gefordert, Venezuelas Staatschef müsse seine Macht abgeben und das Land verlassen.


Macron kommt nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz in der kommenden Woche abgesagt. Eigentlich sollten bei dem Treffen Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammenkommen. Die Entscheidung liege schon länger zurück und habe nichts mit dem aktuellen Streit über die EU-Gasrichtlinie zu tun, berichtet die Deutsche Presse Agentur und beruft sich auf Kreise des Präsidialamts. Zuvor war bekannt geworden, dass sich Frankreich bei einer EU-Abstimmung gegen die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 und damit die Position Berlins stellen werde.


Iran stellt neue Mittelstreckenrakete vor

Das iranische Regime hat wenige Tage vor dem 40. Jahrestag der islamischen Revolution eine neue Mittelstreckenrakete vorgestellt. Die Boden-Boden-Rakete mit dem Namen "Desful" habe eine Reichweite von 1000 Kilometern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Isna. Das wären 300 Kilometer mehr, als das Vorgängermodell fliegen konnte. Erst vergangene Woche hatte der Iran einen neuen Marschflugkörper getestet, der eine Reichweite von 1350 Kilometern haben soll. Das Raketenprogramm des Landes ist international sehr umstritten.


Zwei Tote bei Protesten gegen Korruption und Wirtschaftskrise in Haiti

Bei Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten wie auch gegen Korruption sind in Haiti zwei Menschen getötet worden. Zudem wurden bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften 14 Polizisten verletzt. Bei den Kundgebungen in der Hauptstadt Port-au-Prince und anderen Orten forderten tausende Menschen auch den Rücktritt von Staatschef Jovenel Moïse. Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Verschärft wurde die Lage in dem Karibikstaat durch das Erdbeben 2010, bei dem 200.000 Menschen ums Leben kamen.


Schwester von Thailands König tritt gegen Chef der Militärjunta an

In Thailand hat die älteste Schwester von König Maha Vajiralongkorn überraschend ihre Bewerbung um das Amt des Regierungschefs bekanntgegeben. Prinzessin Ubolratana tritt bei der Parlamentswahl am 24. März als Spitzenkandidatin der Partei Thai Raksa Chart an. Damit ist sie Konkurrentin von Junta-Chef Prayut Chan-o-Cha. Der General ist seit einem Militärputsch 2014 an der Macht. Unterstützung erhält die 67-Jährige aus dem Lager des gestürzten Ex-Regierungschefs Thaksin Shinawatra, der in Thailand noch großen Einfluss hat. Mit der Wahl soll sich das das Land zurück in Richtung Demokratie bewegen.


Kashoggi-Mord: UN-Bericht belastet Saudi-Arabien

Die Vereinten Nationen werfen Saudi-Arabien vor, die türkischen Ermittlungen im Fall des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi behindert zu haben. Die saudischen Behörden hätten keine sorgfältige Untersuchung des Tatorts ermöglicht, heißt es in dem Bericht einer UN-Sonderermittlerin. Die gesammelten Beweismittel zeigten, dass Khashoggi Opfer einer vorsätzlichen Tötung gewesen sei. Geplant und verübt hätten das brutale Verbrechen Vertreter des Königreiches. Der Bericht wurde für den UN-Menschenrechtsrat erstellt.


Polizei bestätigt Salas Tod nach Flugzeugabsturz

Bei der im abgestürzten Flugzeug des vermissten Fußballers Emiliano Sala geborgenen Leiche handelt es sich um die sterblichen Überreste des Argentiniers. Nach einer Untersuchung gebe es keine Zweifel mehr, teilte die englische Polizei mit. Salas Angehörige seien bereits informiert worden. Die Ermittlungen zu den Umständen seines Todes laufen demnach weiter. Sala war im Januar vom französischen Erstligisten FC Nantes zum walisischen Klub Cardiff City gewechselt. Sein Verschwinden löste weltweit große Anteilnahme aus.