08.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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08.05.2019

08.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Iran gibt Teilausstieg aus dem Atomabkommen bekannt

Zum Jahrestag des US-Ausstiegs aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran hat der iranische Präsident Hassan Rohani einen Teilausstieg seines Landes aus der Vereinbarung bekanntgegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA informierte Rohani in einem Schreiben China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland über die Entscheidung. Das Atomabkommen war im Juni 2015 zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland geschlossen worden. Es soll sicherstellen, dass der Iran nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt.


Südafrikaner wählen neues Parlament

In Südafrika haben die Parlamentswahl und die Wahl der Provinzräte begonnen. Mehr als 26 Millionen der rund 57 Millionen Südafrikaner haben sich dafür registrieren lassen. Gut ein Viertel der Wahlberechtigten, mehr als neun Millionen, verzichten auf ihr Stimmrecht. In den Umfragen liegt der Afrikanische Nationalkongress (ANC) mit 50 bis 61 Prozent der Stimmen weit vor den anderen Parteien. Der Sieg der Partei von Präsident Cyril Ramaphosa gilt trotz Korruptionsskandalen und wachsender sozialer Ungleichheit als ungefährdet. Insgesamt treten 48 Parteien an. Die Wahllokale schließen um 21.00 Uhr.


Flüchtlingswelle in Syrien alarmiert die UN

Im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben binnen einer Woche mehr als 150.000 Menschen vor neuen Kämpfen geflohen. Betroffen sind die Provinzen Idlib und Aleppo. Ein UN-Sprecher zeigte sich "alarmiert", dass auch Wohngebiete bombardiert worden seien. Die russische Luftwaffe und syrische Truppen hatten in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf die Region massiv ausgeweitet. Russland ist der engste Verbündete von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.


USA stellen Venezolanern Anreize in Aussicht

Die US-Regierung hat die Aufhebung von Sanktionen für Venezolaner in Aussicht gestellt, die sich vom amtierenden Staatschef Nicolás Maduro abwenden und sich an die Seite der Opposition stellen. US-Vizepräsident Mike Pence kündigte dabei an, Strafmaßnahmen gegen Ex-Geheimdienstchef Manuel Ricardo Cristopher Figuera würden sofort aufgehoben. Er soll mit der Regierung gebrochen haben. Pence forderte andere im Machtapparat in Caracas dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung der USA für den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó.


Pompeo zu Kurzbesuch in Bagdad

US-Außenminister Mike Pompeo hat überraschend den Irak besucht und dafür seinen ursprünglich geplanten Trip nach Berlin kurzfristig abgesagt. Pompeo traf sich bei der Kurzvisite in Bagdad mit Vertretern der irakischen Regierung, um über die wachsenden Spannungen mit dem Nachbarland Iran zu sprechen. Die USA hatten sich vergangenes Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen. Zwischenzeitlich ausgesetzte US-Sanktionen wurden schrittweise wieder in Kraft gesetzt.


EU-Spitzenkandidaten streiten vor laufender Kamera

Bei ihrem ersten TV-Duell im deutschen Fernsehen sind die EU-Spitzenkandidaten Manfred Weber von der Europäischen Volkspartei und Frans Timmermans von den Sozialdemokraten zwei Wochen vor der Europawahl bei zentralen Themen aneinandergeraten. So wandte sich Weber gegen eine Steuer auf Kohlendioxid, Timmermans war dafür. Timmermans will Jugendliche schon ab 16 wählen lassen, Weber legte sich nicht fest. Die Europawahl beginnt am 23. Mai. Wahltag in Deutschland ist der 26. Mai.


Trump machte in 80er und 90er Jahren Milliardenverlust

Donald Trump hat nach einem Bericht der "New York Times" in den 1980er und 1990er Jahren Verluste von mehr als einer Milliarde Dollar gemacht. Von 1985 bis 1994 habe Trump rund 1,17 Milliarden Dollar verloren, berichtet das Blatt unter Berufung auf Trumps Steuerunterlagen. Acht Jahre habe Trump keine Einkommensteuer gezahlt. Trumps Anwalt Charles Harder bezeichnete die Steuerinformationen über den Präsidenten als "nachweislich falsch". Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 hatte Trump - anders als andere Kandidaten - seine Steuererklärungen nicht veröffentlicht.


Liverpool steht im Champions-League-Finale

Der FC Liverpool hat nach einer sensationellen Aufholjagd gegen den FC Barcelona doch noch das Finale der Fußball-Champions-League erreicht. Der Tabellenzweite der englischen Premier League mit seinem deutschen Trainer Jürgen Klopp gewann das Rückspiel gegen Barça 4:0 und machte damit die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel wett.