09.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Jetzt live
06:19 Min.
09.02.2019

09.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Guaidó hält US-Intervention für denkbar

Der selbsternannte Übergangs-Präsident Juan Guaidó schließt ein militärisches Eingreifen der USA in Venezuela nicht aus. Die Intervention müsste aber von ihm autorisiert sein, sagte der 35-jährige Oppositionsführer der Nachrichtenagentur afp. Er werde alles Notwendige tun, um Menschenleben zu retten. Die USA selbst stehen nach Angaben aus Regierungskreisen bereits in direktem Kontakt mit venezolanischen Militärs. Sie wollen die Armeeangehörigen zu einer Abkehr von Präsident Nicolas Maduro bewegen.


Griechenland stimmt für NATO-Mitgliedschaft Nord-Mazedoniens

Das griechische Parlament hat das NATO-Beitrittsprotokoll des künftigen Nord-Mazedonien ratifiziert. 153 Abgeordnete stimmten dafür, 140 Parlamentarier dagegen. Ministerpräsident Alexis Tsipras sprach von einem Beitrag zur Stabilisierung der Region. Athen hatte den Beitritt seines Nachbarlandes lange blockiert. Dies änderte sich erst durch eine Einigung im jahrzehntelangen Namensstreit zwischen den Nachbarländern. In den kommenden Tagen soll die Regierung in Skopje alle internationalen Organisationen und Staaten über die Umbenennung der Staats-Bezeichnung in „Nord-Mazedonien“ informieren. 


Trump gibt den Ort für den Gipfel mit Nordkorea bekannt

Der zweite Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wird in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi stattfinden. Das gab Trump über Twitter bekannt. Das Treffen am 27. und 28. Februar wird derzeit vom US-Sondergesandten für Nordkorea vorbereitet. Er traf sich in den vergangenen Tagen mit einem nordkoreanischen Unterhändler in Pjöngjang. Laut Trump waren die Gespräche sehr ergiebig. Trump hatte sich vergangenes Jahr zum ersten Mal mit dem nordkoreanischen Machthaber getroffen. Kim erklärte sich bereit, das Atomwaffenarsenal seines Landes abzubauen. 


Die USA hoffen auf Abkommen in Afghanistan vor den Wahlen

Die US-Regierung hofft, dass noch vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan im Juli ein Friedensabkommen mit den Taliban zustande kommt. Das sagte der US-Sondergesandte, Zalmay Khalilzad, in Washington. Er hatte zuletzt Ende Januar mit den Taliban verhandelt. Je eher eine Einigung erzielt werden könne, desto besser sei das, erklärte Khalilzad. Die Wahl in Afghanistan mache es komplizierter, aber für das Land wäre es besser, wenn ein Abkommen noch davor gelingen könne, fügte er hinzu. Die Präsidentschaftswahl soll am 20. Juli stattfinden. 


Lange Haftstrafen in tunesischem Terrorprozess

Fast vier Jahre nach den Anschlägen auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis und den Strand von Sousse hat ein tunesisches Gericht sieben Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Weitere Angeklagte erhielten Haftstrafen zwischen sechs Monaten und 16 Jahren. 21 ausländische Touristen und ein Polizist waren bei dem Angriff auf das Bardo-Nationalmuseum im März 2015 getötet worden. Drei Monate später tötete ein Angreifer in einem Badeort bei Sousse 38 Touristen, darunter 30 Briten und zwei Deutsche. Zu beiden Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).


Thailändische Prinzessin verzichtet auf Kandidatur

Nach der Kritik von Thailands König Maha Vajiralongkorn tritt seine Schwester Ubolratana doch nicht bei der Parlamentswahl im März an. Die Partei Thai Raksa Chart zog die Kandidatur für das Amt der Ministerpräsidentin zurück. Sie füge sich damit der "königlichen Anordnung", teilte die Partei mit. Der König hatte die Kandidatur seiner älteren Schwester als unangemessen und verfassungswidrig kritisiert. Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen, sei gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation, hieß es in einer Erklärung.