12.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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12.02.2019

12.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Offenbar Grundsatzeinigung im US-Haushaltsstreit erzielt

Im wochenlangen Haushaltsstreit in den USA zeichnet sich ein Kompromiss ab. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die führenden Unterhändler von Demokraten und Republikanern im Kongress berichten, konnten beide Seiten eine "grundsätzliche Einigung" erzielen. An Details werde aber noch gearbeitet. Hintergrund ist ein erbitterter Streit über die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko. Der Konflikt hatte im Dezember und Januar zu einem fünfwöchigen Stillstand von Teilen der US-Regierung geführt. Sollte bis zum 15. Februar kein Kompromiss gefunden werden, droht erneut ein sogenannter Shutdown.


Netanjahu warnt den Iran vor Angriffen auf Israel

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Iran am 40. Jahrestag der Islamischen Revolution eindringlich vor Angriffen auf sein Land gewarnt. Er nehme die Drohungen des Erzfeindes zur Kenntnis, lasse sich aber nicht einschüchtern, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. "Wenn dieses Regime den schrecklichen Fehler begeht, zu versuchen, Tel Aviv und Haifa zu zerstören, wird es keinen Erfolg haben", so der 69-Jährige. Zuvor hatte ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden gedroht, Teheran werde beide Städte "dem Erdboden gleichmachen", falls die USA den Iran angreifen sollten.


Proteste in Haiti legen öffentliches Leben lahm

In Haiti haben die anhaltenden Proteste gegen die Regierung von Präsident Jovenel Moise das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Schulen wurden geschlossen, der öffentliche Verkehr ist teilweise eingestellt. In der Hauptstadt Port-au-Prince und in anderen Städten kam es den fünften Tag in Folge zu Ausschreitungen. Lokale Medien meldeten mindestens fünf Tote. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, Geld aus einem Hilfsfonds veruntreut zu haben, das für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben 2010 verwendet werden sollte. Bei dem Beben kamen Hunderttausende Menschen ums Leben.


Macron verliert weiteren wichtigen Mitarbeiter

Der Sonderberater und Chefstratege von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, Ismaël Emelien, will den Elysée-Palast bis Anfang April verlassen. Das sagte der 31-Jährige dem Magazin "Le Point". Als Grund nannte er ein Buchprojekt. Emeliens Name tauchte in der Vergangenheit auch immer wieder im Zusammenhang mit der "Benalla"-Affäre um Macrons ehemaligen Sicherheitsmitarbeiter Alexandre Benalla auf. Mit Emelien verliert Macron zum zweiten Mal in kurzer Zeit einen Vertrauten der ersten Stunde. Im Januar hatte sein Redenschreiber und Kommunikationsberater Sylvain Fort seinen Abschied verkündet.


Spanien hält Gericht über die Katalanen

Vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid hat der Prozess gegen führende Vertreter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung begonnen. Ihnen wird die versuchte Abspaltung ihrer Region von Spanien vorgeworfen. Der Gruppe um den früheren Vize-Regionalpräsidenten Oriol Junqueras drohen Haftstrafen von bis zu 25 Jahren. Dem ehemaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont hingegen bleibt nach seiner Flucht ins Exil ein Prozess erspart.


Guaidó präsentiert Hilfslieferungen

Trotz blockierter Grenzen sollen erste Hilfsgüter Venezuela erreicht haben. Die Opposition um den selbst ernannten Präsidenten Juan Guaidó präsentierte in einem Video Pakete mit Lebensmitteln. Die ersten 1,7 Millionen Portionen seien für schwangere Frauen und unterernährte Kinder bestimmt, sagte Guaidó. Wie er an die Lebensmittel kam, ist nicht bekannt. 100 Tonnen Hilfsgüter waren zuletzt an der kolumbianischen Grenze von Staatspräsident Maduro gestoppt worden. In Venezuela ist die Versorgungslage dramatisch, die Bevölkerung ist auf Güter aus dem Ausland angewiesen.