17.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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17.05.2019

17.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Trump will nur noch hochgebildete Einwanderer

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Anlauf zur Reform der Einwanderungspolitik gestartet. Im Rosengarten des Weißen Hauses stellte Trump ein Konzept vor, das darauf abzielt, künftig deutlich mehr Fachkräfte ins Land zu lassen. Junge, gut ausgebildete Bewerber mit Englisch-Kenntnissen und Job-Angeboten in den USA sollen bevorzugt werden. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass die Initiative von den oppositionellen Demokraten unterstützt wird. Trump ist auf sie angewiesen, da die Demokraten in der zweiten Kongresskammer, dem Repräsentantenhaus, die Mehrheit stellen.


Integrationsbeauftragte will Kopftuchverbot an Schulen prüfen

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat die Prüfung eines Kopftuchverbots für Kinder an Schulen gefordert. Dass kleine Mädchen ein Kopftuch tragen sollten, sei absurd, das sähen auch die meisten Muslime so, sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte der Zeitung, oftmals werde von Eltern schon auf kleine Kinder Druck ausgeübt, ein Kopftuch zu tragen. In Österreich hatte das Parlament am Donnerstag ein Verbot von Kopftüchern an Grundschulen beschlossen.


Taiwan führt als erstes asiatisches Land die Homo-Ehe ein

Taiwan erlaubt als erstes asiatisches Land die Ehe zwischen Homosexuellen. Das Parlament in Taipeh stimmte für ein entsprechendes Gesetz. Konservative Politiker hatten versucht, die Reform zu verhindern. Sie setzten sich dafür ein, gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich gesondert zu behandeln und nicht als Ehe zu definieren.


USA gehen gegen Chinas Telekom-Riesen Huawei vor

Mitten im Handelskonflikt mit Peking hat US-Präsident Donald Trump den Weg für Maßnahmen gegen den chinesischen Telekom-Konzern Huawei freigemacht. US-Firmen ist es von diesem Freitag an untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller zu tätigen. Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Beweise dafür wurden bislang nicht vorgelegt. Europäische Staaten lehnten die Forderung der USA ab, ebenfalls Sanktionen gegen Huawei zu erlassen.


Architekt der Louvre-Pyramide ist tot

Der Star-Architekt Ieoh Ming Pei ist im Alter von 102 Jahren gestorben, wie das Architekturbüro seiner Söhne in New York mitteilte. Der US-Architekt chinesischer Herkunft galt als Vollender der klassischen Moderne, viele seiner Entwürfe basierten auf einfachen geometrischen Formen wie Dreiecken oder Würfeln. Als sein bedeutendstes Werk gilt die Glaspyramide im Innenhof des Louvre in Paris. In Berlin entwarf Pei den 2003 eröffneten Anbau für das Deutsche Historische Museum mit einem spiralförmigen Treppenhaus aus Glas und Stahl.


Zwei verurteilte Mörder in den USA hingerichtet

In den USA sind zwei zum Tode verurteilte Mörder mit der Giftspritze hingerichtet worden. Im Bundesstaat Tennessee wurde das Todesurteil gegen einen 68-Jährigen vollstreckt, der wegen der Ermordung seiner Frau im Jahr 1984 im Todestrakt saß. In Alabama wurde ein 41-Jähriger hingerichtet, der 1998 wegen eines Vierfachmords zum Tode verurteilt worden war. In diesem Jahr gab es damit in den USA bislang sieben Hinrichtungen.