18.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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18.02.2019

18.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

US-Handelsministerium legt Bericht zu Autozöllen vor

Das US-Handelsministerium hat seinen Prüfbericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe an US-Präsident Donald Trump überreicht. Eine Ministeriumssprecherin sagte, Details des Berichts würden nicht veröffentlicht. Trump hat nun 90 Tage Zeit, um auf dieser Basis zu entscheiden, ob er Zölle von bis zu 25 Prozent auf Auto-Einfuhren verhängt. Die US-Autobranche erklärte, solche Zölle dürften die Autopreise um Tausende Dollar nach oben treiben und Hunderttausende Stellen in den USA kosten. Die EU droht für den Fall von Strafzöllen mit Gegenmaßnahmen.


Maas: Rücknahme von IS-Kämpfern schwer realisierbar

Die Bundesregierung hat skeptisch auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump reagiert, ausländischen Kämpfern der IS-Terrormiliz in ihrer Heimat den Prozess zu machen. Bundesaußenminister Heiko Maas hält die Rücknahme der Milizionäre für schwer realisierbar. Er sieht schon bei der Überprüfung der Staatsangehörigkeit und der Beschaffung von Informationen für die Einleitung von Ermittlungsverfahren Probleme. Eine Rückkehr sei nur möglich, wenn sichergestellt sei, dass deutsche IS-Kämpfer hier sofort vor Gericht und in Untersuchungshaft kommen, sagte Maas in der ARD.


Venezolanische Regierung verweigert fünf Europaabgeordneten die Einreise

Fünf Europaabgeordnete, die der Parlamentspräsident und selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó eingeladen hat, dürfen nicht in Venezuela einreisen. "Wir werden ausgewiesen", sagte der spanische EU-Parlamentarier Esteban González Pons am Flughafen der Hauptstadt Caracas. Die Pässe seien eingezogen worden. Das Außenministerium erklärte, die Abgeordneten der christdemokratischen Europäischen Volkspartei hätten das Land mit "konspirativen Zielen" besuchen wollen und sollten weitere "Provokationen" unterlassen. Das Parlament hatte Guaidó im Januar als Übergangspräsident anerkannt.


Kriegsparteien im Jemen einig über Truppenabzug aus Hudaida

Die jemenitische Regierung und Vertreter der schiitischen Huthi-Rebellen haben sich auf die erste Phase eines Truppenabzugs aus der Hafenstadt Hudaida und den Häfen Salif und Ras Isa verständigt. Es handele sich um einen bedeutenden Fortschritt, teilten die Vereinten Nationen mit. Der Zugang zum Hafen von Hudaida ist für die Versorgung der hungernden Bevölkerung des Bürgerkriegslandes von zentraler Bedeutung. Der Abzug der Kämpfer beider Konfliktparteien aus der Stadt ist ein Kernpunkt der im Dezember in Schweden vereinbarten Waffenruhe, deren Umsetzung bislang aber scheiterte.


Bundeswehr in Mali versehentlich beschossen

Die malische Armee hat offenbar versehentlich einen Bundeswehrkonvoi der UN-Schutzmission Minusma beschossen. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos waren die deutschen Soldaten ausgerückt, um ein Fahrzeug der an Minusma beteiligten belgischen Streitkräfte zu bergen. Dabei wurde der Konvoi angegriffen. Die Bundeswehr erwiderte das Feuer und verletzte einen malischen Soldaten. Deutsche oder belgische Soldaten kamen nicht zu Schaden. Es soll nun untersucht werden, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Die Bundeswehr und die malische Armee arbeiten im Rahmen der UN-Schutzmission zusammen.


Saudis schließen mit Pakistan Milliarden-Deals

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat in Pakistan Verträge über Investitionsvorhaben im Volumen von umgerechnet knapp 18 Milliarden Euro unterzeichnet. Nach einem Treffen mit Regierungschef Imran Kahn sagte der Kronprinz, das sei erst der Anfang einer engeren wirtschaftlichen Verbindung der beiden historischen Verbündeten. Größtes Einzelprojekt ist der Bau einer riesigen Raffinerie- und Petrochemie-Anlage in der Küstenstadt Gwadar. Der Kronprinz ist mit einer Entourage von 1000 Personen unterwegs. Nächste Ziele seiner Asienreise sind Indien und China.


Israel kürzt Gelder für palästinensiche Autonomiebehörde

Israel will umgerechnet 122 Millionen Euro einbehalten, die eigentlich an die palästinensische Autonomiebehörde weitergeleitet werden sollten. Nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Jerusalem hieß es, die Palästinenserführung habe 2018 Attentäter oder deren Hinterbliebene mit Zahlungen in dieser Höhe unterstützt. Israel sammelt für die Palästinenser bestimmte Steuern und Zölle ein und leitet sie in der Regel weiter. Die Palästinenser sehen in der aktuellen Blockade einen Bruch bestehender Vereinbarungen. Sie bestreiten außerdem, dass es sich bei allen Empfängern um Attentäter handelt.