18.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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18.05.2019

18.05.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Massive Kritik an Österreichs Vizekanzler Strache

Nach Bekanntwerden eines kompromittierenden Videos fordert Österreichs Opposition den Rücktritt von Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die Sozialdemokraten sprachen vom "größten Skandal" in der jüngeren Geschichte des Landes. Die liberale Partei Neos erklärte, Neuwahlen seien "unvermeidlich". Wie aus den Filmaufnahmen hervorgeht, soll Strache vor der Parlamentswahl 2017 bereit gewesen sein, einer angeblichen russischen Oligarchin für Wahlkampfhilfe öffentliche Aufträge zuzuschanzen. Die FPÖ bereitet "Rechtsschritte" vor, da das Video "offensichtlich illegal" aufgenommen wurde.


Trump beklagt sich über die EU

Im Handelskonflikt mit der EU hat US-Präsident Donald Trump wieder Vorwürfe gegen Europa erhoben und dabei erneut deutsche Autos ins Visier genommen. Trump sagte bei einem Treffen mit Vertretern der Immobilienbranche, die Europäische Union behandele die USA schlechter als China. Er kritisierte, die EU schicke Mercedes-Benz ins Land, als "wären es Kekse". Gleichzeitig erschwere die EU den Import US-amerikanischer Autos. Der Präsident sprach von einer "sehr unfairen Situation". Zuvor hatte Trump seine Entscheidung über Strafzölle auf europäische Auto-Importe allerdings um bis zu sechs Monate verschoben.


Maduro begrüßt "Start von Gesprächen" mit der Opposition

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat den "Start von Gesprächen" zwischen Vertretern der Regierung und der Opposition begrüßt. Vor rund 6500 Soldaten im Bundesstaat Aragua forderte Maduro alle Venezolaner auf, "den Weg Richtung Frieden zu gehen". Die norwegische Regierung hatte zuvor bestätigt, dass in Oslo Gespräche mit beiden Konfliktparteien geführt würden, um Möglichkeiten für eine Beilegung der Krise in dem südamerikanischen Land auszuloten. Der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó hatte am Donnerstag Berichte über direkte Friedensverhandlungen mit der Regierung von Maduro dementiert.


Syrischer Ex-Agent soll freigelassen werden

Ein im Februar in Deutschland festgenommener früherer syrischer Geheimdienstmitarbeiter kommt nach einer Beschwerde beim Bundesgerichtshof aus der Untersuchungshaft frei. Nach Berichten des deutschen Fernsehens verfügte das Gericht die Entlassung wegen eines Verfahrensfehlers. Demnach wurde der Mann bei Vernehmungen nicht über seine Rechte als Beschuldigter belehrt. Der syrische Ex-Geheimdienstler ist verdächtig, zwischen 2011 und 2012 bei der Tötung zweier Menschen und der Folter von mindestens 2000 Personen geholfen zu haben. Trotz der Entlassung kann er angeklagt werden.


Israel begrüßt Bundestagsentscheidung zur BDS-Kampagne

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Bundestag für einen Beschluss gegen die israelkritische BDS-Bewegung gelobt. Netanjahu forderte andere Länder dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Der Bundestag hat die BDS-Kampagne und "den Aufruf zum Boykott von israelischen Waren oder Unternehmen" sowie von israelischen Persönlichkeiten verurteilt. Die Argumentationsmuster und Methoden der Bewegung seien antisemitisch, heißt es zur Begründung. Die Bewegung und ihre Unterstützer sollen kein Geld mehr von der Bundesregierung erhalten. BDS steht für "Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen".


Parlamentswahl in Australien

Australien wählt an diesem Samstag ein neues Parlament. Insgesamt sind mehr als 16 Millionen Menschen aufgefordert, über 151 Sitze im Unterhaus und die Hälfte der Senatssitze zu entscheiden. Umfragen sehen die oppositionelle sozialdemokratische Labor-Partei um Bill Shorten leicht vorn. Shorten tritt als Spitzenkandidat gegen den amtierenden Premierminister und Parteichef der konservativen Liberalen, Scott Morrison, an. Wichtigste Themen im Wahlkampf waren der Klimawandel, die Wirtschaftslage und der Umgang mit Flüchtlingen. In Australien besteht Wahlpflicht.