1945: Als alles vorbei ist

Der Anfang vom Ende

Mit der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 ist der Untergang Nazi-Deutschlands besiegelt. Anfang 1945 erreichen US-amerikanische Soldaten das Saarland. Bei Saarbrücken besetzen sie ein Dorf. Noch will nicht jeder seine Waffe niederlegen.

Mehr als ein Symbol

Obwohl die militärische Niederlage für Hitlers Armeen schon lange nicht mehr zu verhindern ist, wird um die Reichshauptstadt Berlin im April 1945 noch heftig gekämpft. Soldaten der Roten Armee präsentieren sich vor dem Brandenburger Tor, dem Wahrzeichen Berlins. Allein in der Reichshauptstadt begehen Tausende deutsche Soldaten und Zivilisten in den Tagen danach Suizid.

Auf Patrouille in Köln

Nach 262 Luftangriffen in fünf Jahren ist auch für Köln am Rhein der Krieg im Mai 1945 zu Ende. Amerikanische Soldaten patrouillieren in den wenigen freien Straßen einer nahezu total zerstörten Stadt. Vor allem die Bomber des britischen Luftmarschalls Arthur Harris haben das Gesicht der Stadt für immer verändert.

Ein Bild geht um die Welt

Das Aufeinandertreffen zweier Siegerarmeen auf den Trümmern einer Elb-Brücke bei Torgau in Sachsen. Am 25. April 1945 begrüßen sich die sowjetischen Soldaten der 58. Gardeschützen-Division und amerikanische Kämpfer der 69. Infanterie-Division. Das Bild wird weltberühmt.

Der Schock der Sieger

Praktisch bis zum Eintreffen der amerikanischen Soldaten wird im Konzentrationslager Dachau bei München weiter gemordet. Das Bild zeigt GIs auf einem Waggon mit getöteten Häftlingen. Selbst die Hartgesottenen unter den alliierten Soldaten sind von den Dimensionen des organisierten Massenmordes entsetzt.

Das Hissen der Fahne

Am 2. Mai 1945 setzt ein sowjetischer Soldat auf den Berliner Reichstag die rote UdSSR-Flagge mit Hammer und Sichel. Wenige Motive symbolisieren das Ende des sogenannten Dritten Reiches so augenfällig, wie das Hissen der Fahne des Siegers in Berlin.

Tod in 18 Minuten

Tragisch auch das Schicksal der kleinen norddeutschen Stadt Emden: Am 6. September 1944 fallen dort in nur 18 Minuten 15.000 Spreng- und Brandbomben, abgeworfen von 181 kanadischen Fliegern. Der letzte Luftangriff auf die Hafenstadt an der Emsmündung erfolgt am 25. April 1945. Emden zählt zu den meist zerstörten Städten in Europa.

Auf dem Weg in die Gefangenschaft

Wer den Krieg als deutscher Soldat überlebt hat, auf den wartet fast überall die Kriegsgefangenschaft. Britische und amerikanische Gefangenenlager gelten als human; anders die sowjetischen. Zwischen 1941 und 1945 gehen mehr als drei Millionen deutsche Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Rund 1,1 Millionen kommen dabei um. Die letzten deutschen Soldaten kehren erst 1955 nach Hause zurück.

Die Nachricht des Tages

Für diese Meldung haben die alliierten Truppen gekämpft. Am 2. Mai 1945 erfahren US-Soldaten in einer Sonderausgabe der Armeezeitung "Stars and Stripes" vom Tod Adolf Hitlers. Erleichterung in den Gesichtern, das Ende des Krieges ist nahe.

Krupp: Eine Schlüsselindustrie in Trümmern

Wie schon im Ersten Weltkrieg ist die Stahl- und Waffenschmiede Krupp in Essen ein Schlüsselunternehmen für Hitlers Eroberungsfeldzüge. Die traditionsreiche Firma gehört zu den strategischen Zielen der alliierten Bombardements. Tausende Zwangsarbeiter sind bis 1945 in die Kruppschen Werke abkommandiert. Am Ende sind zwei Drittel der Produktionsanlagen zerstört.

Zerstörte Kindheit

Sie können den Krieg nicht verstehen und dennoch sind die deutschen Trümmerlandschaften für Millionen Jungen und Mädchen die Spielzimmer der Nation - trotz der dort lauernden Gefahren. Der Krieg ist ein Trauma für eine ganze Generation, die sich später durch Fleiß und Sparsamkeit auszeichnet.

Was vom Kriege übrig bleibt

Der Mensch im Krieg: Dieser unbekannte deutsche Soldat hat überlebt. Doch sein Alltag ist noch weit entfernt von der Normalität des Lebens. Wasser, Strom und Heizung sind 1945 Luxus in Deutschland. Gefragt sind Überlebenswille, Improvisationskunst und Einfallsreichtum.

Ein Frühling in Berlin

70 Jahre nach Kriegsende ist der Pariser Platz in Berlin, direkt vor dem Brandenburger Tor, ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen. Unter dem Titel "Mai '45 - Frühling in Berlin" erinnert eine Ausstellung unter freiem Himmel an die Kapitulation der Hauptstadt am 2. Mai und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa im Frühjahr 1945.

Besiegt, befreit, besetzt: Mit der Kapitulation endet im Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Deutschland liegt in Trümmern. Amerikaner und Sowjets treffen auf Soldaten und Zivilisten, die sie lange bekämpft haben.