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21 Millionen Besucher sahen Expo in Mailand

1. November 2015

Ein halbes Jahr gastierte die Weltausstellung Expo in Mailand. Mit einem Festakt ist sie jetzt zu Ende gegangen. Jeder dritte Gast kam aus dem Ausland. Was wird nun aus dem Expo-Gelände?

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Abschlusszeremonie der Expo in Mailand (Foto: dpa)
Mit einem Feuerwerk feierte Mailand den Abschluss der ExpoBild: picture-alliance/dpa/M. Balti Touati

Bis zuletzt hatte es einen starken Andrang bei der Weltausstellung gegeben. An einigen Pavillons, wie dem japanischen, mussten die Besucher stundenlang Schlange stehen. Die Ausstellung in der norditalienischen Wirtschaftsmetropole war am 1. Mai eröffnet worden. Sie stand unter dem Motto Ernährung und Energie. Vieles drehte sich um neue Ideen zur Ernährung.

Italiens Spitzenpolitiker werden nicht müde, den Publikumserfolg der Weltausstellung als Frucht einer großartigen Mannschaftsleistung zu preisen. Ganz Italien müsse sich ein Beispiel an der Expo nehmen, sagte Staatspräsident Sergio Mattarella erst vor wenigen Tagen. Und Ministerpräsident Matteo Renzi verkündete, die Ausstellung zeige "das positive Gesicht Italiens".

Präsident Sergio Mattarella spricht auf dem Festakt zum Ende der Expo (Foto: dpa)
Präsident Sergio Mattarella spricht auf dem Festakt zum Ende der ExpoBild: picture-alliance/dpa/M. Balti Touati

Gold für deutschen Pavillon

Der deutsche Pavillon hatte am Freitagabend noch eine Goldmedaille erhalten, den B.I.E. Award des Bureau International des Expositions mit Sitz in Paris. Dieses Büro verantwortet die Vergabe der Weltausstellungen. Die Jury erklärte, dass es dem deutschen Pavillon in besonderer Weise gelungen sei, die Inhalte zum Thema der Expo interaktiv zu vermitteln. Im Verlauf der Expo hatte der Pavillon schon mehrere weitere Auszeichnungen bekommen. Er wurde von drei Millionen Menschen besichtigt.

Ebenfalls am Freitag hatten die Besucher des Vatikan-Pavillons Papst Franziskus insgesamt 150.000 Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen in Jordanien gespendet. Das teilte Kurienkardinal Gianfranco Ravasi mit. Wie Radio Vatikan berichtet, lockte der Pavillon mehr als eine Million Besucher an. Am Ausgang konnten Geldspenden hinterlassen werden. Über die Internetseite des Pavillons waren auch Online-Spenden möglich. Das Geld soll den Ortskirchen zugutekommen, die Flüchtlinge aufgenommen haben. Finanziert werden sollen vor allem Initiativen für Bildung sowie zur Unterstützung von Familien.

Weiternutzung ist offen

Einkaufserlebnis der Zukunft

Noch nicht im Detail bekannt ist, was in Zukunft mit dem Expo-Gelände passieren wird. Der italienische Pavillon und der zum Wahrzeichen avancierte "Baum des Lebens" sollen stehen bleiben und im Frühjahr 2016 wieder öffnen. Die anderen Pavillons werden abgebaut und abtransportiert. Die Ideen für die künftige Nutzung des Areals reichen von einem Uni-Campus bis hin zu einem italienischen Silicon Valley für Unternehmen aus dem Ernährungssektor. 2016 findet eine Expo im türkischen Antalya statt, 2017 eine weitere in Astana in Kasachstan.

kle/haz (dpa, kna, tagesschau.de)