29.01.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

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29.01.2019

29.01.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

USA verklagen Telekom-Riesen Huawei wegen Wirtschaftsspionage

Die US-Justiz hat Anklage gegen den chinesischen Smartphone- und Technologieriesen Huawei und dessen Finanzdirektorin Meng Wanzhou erhoben. Das Justizministerium warf Huawei, Meng und zwei Tochterunternehmen in 13 Anklagepunkten vor, gegen die Iran-Sanktionen verstoßen zu haben. Zwei Huawei-Tochterunternehmen wird zudem in zehn weiteren Anklagepunkten Industriespionage zur Last gelegt. Die chinesische Regierung kritisierte die Anklage scharf. Sie forderte die USA auf, die - so wörtlich - unangemessene Unterdrückung von Huawei einzustellen.


US-Justizminister: Russland-Ermittlungen kurz vor dem Abschluss

Die Russland-Ermittlungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller stehen kurz vor dem Abschluss. Das erklärte der amtierende Justizminister Matthew Whitaker. Er erwarte nun von Mueller den Abschlussbericht. Mueller untersucht seit Mai 2017 die mutmaßlichen russischen Einmischungen in den Wahlkampf 2016 zugunsten des heutigen US-Präsidenten Donald Trump. Außerdem geht es um mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau. Trump hat die Ermittlungen als "Hexenjagd" bezeichnet. Auch Whitaker hatte sich in der Vergangenheit höchst kritisch zu den Ermittlungen geäußert.


Studie: Starke Zunahme rechter Terroranschläge in den USA

Bei Terror-Anschlägen in den USA spielen muslimische Täter offenbar kaum eine Rolle. Laut einer Studie der Anti-Defamation League gab es 2018 nur in einem einzigen Fall einen Täter mit islamistischen Hintergrund. Dagegen wurden 49 Menschen von Rechtsextremisten getötet, mehr als in jedem anderen Jahr seit dem Anschlag in Oklahoma City 1995. Eine andere Untersuchung des "Triangle Center in Terrorism and Homeland Security" kommt zum Ergebnis, dass US-Behörden ihren Fokus überproportional häufig auf "gewalttätige Vorfälle mit Islamisten" richteten. Diese träten aber objektiv eher selten auf.


USA verhängen Sanktionen gegen Venezuelas Ölkonzern

Mit neuen Wirtschaftssanktionen haben die USA den Druck auf Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro nochmals erhöht. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen den staatlichen Ölkonzern PDVSA, wie Finanzminister Steven Mnuchin in Washington mitteilte. Sie sollen in Kraft bleiben, bis eine Übergangsregierung oder eine demokratisch gewählte Regierung in dem südamerikanischen Land im Amt ist. Gleichzeitig riefen die USA das Militär in Venezuela auf, sich hinter den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó zu stellen.


Britisches Parlament entscheidet über Brexit-Kurs

Nach dem Nein des britischen Unterhauses zum EU-Austrittsplan von Premierministerin Theresa May stimmen die Abgeordneten an diesem Dienstag über den künftigen Brexit-Kurs ab. Auf dem Tisch liegen mehrere Alternativvorschläge zum Vertrag, mit denen die bisherige Position der Regierung entweder in Richtung eines härteren oder eines weicheren Brexits gelenkt werden soll. Ohne eine Einigung droht am 29. März ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.


Israel beendet internationale Beobachtermission in Hebron

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Aus für die internationale Beobachtermission in Hebron im Westjordanland angekündigt. Er werde die Präsenz einer "internationalen Einheit, die gegen uns agiert", nicht weiter erlauben, sagte Netanjahu. Israel hatte den zivilen Beobachtern bereits in der Vergangenheit immer wieder Parteinahme für die Palästinenser vorgeworfen. Das Mandat der Mission muss alle sechs Monate verlängert werden. In Hebron leben unter 200.000 Palästinensern etwa 850 jüdische Siedler, die von israelischen Soldaten umfassend geschützt werden.


Brasiliens Bergwerkbetreiber Vale in der Kritik

Nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien, bei dem mindestens 65 Menschen ums Leben kamen, gerät der Bergwerksbetreiber Vale immer stärker in die Kritik. Die Verantwortlichen hätten nichts aus einer ähnlichen Katastrophe gelernt, die sich 2015 nicht weit vom aktuellen Unglücksort ereignete, lautet der Vorwurf der Gemeinde Brumadinho. Hilfstrupps suchen in Schlammmassen nahe der Eisenerzmine Corrego do Feijao weiter unter Hochdruck nach Hunderten Vermissten. Allerdings gibt es kaum eine Chance, sie noch lebend zu bergen.