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Auftakt: Global Media Forum 2015

17. Juni 2015

Diplomatie und Medien vor großen Herausforderungen – darüber diskutieren 2.000 Experten vom 22. bis 24. Juni im WCC Bonn. Im Rahmen des Global Media Forum startet die DW zudem ihr neues englischsprachiges TV-Programm.

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Blick in das Pressezentrum
Blick in das PressezentrumBild: DW/M.Müller

Die rasante Entwicklung digitaler Informations- und Kommunikationstechnik erzwingt einen Wandel in der auswärtigen Politik und in der internationalen Diplomatie. Die Vernetzung sämtlicher Bereiche erfordert neues Denken. Menschenrechte, Sicherheit und Regierungsführung sind ebenso betroffen wie die Wirtschaft und die Entwicklungszusammenarbeit.

Das Deutsche Welle Global Media Forum vom 22. bis 24. Juni 2015 bringt wieder mehr als 2.000 Experten aus aller Welt im World Conference Center Bonn zusammen – Diplomaten und Wissenschaftler, Medienmacher und Aktivisten. Im achten Jahr der Konferenz des deutschen Auslandssenders geht es um Chancen und Risiken für die „Außenpolitik im digitalen Zeitalter“.

Neues DW-Programm: Staatsministerin Monika Grütters zu Gast

Die Konferenz ist der perfekte Rahmen für den Sendestart des neuen englischsprachigen Fernsehprogramms der DW. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, wird gemeinsam mit DW-Intendant Peter Limbourg am Montag, 22. Juni, den symbolischen Startknopf drücken. Mit dem neuen, informationsorientierten TV-Programm erreicht die DW ein nahezu weltweites Publikum. Der deutsche Auslandssender wird darüber hinaus die weiteren Fernsehangebote – auf Deutsch, Spanisch und Arabisch – inhaltlich stärken und in Teilen ausweiten.

Die Regie im WCCBonn
Die Regie im WCCBonnBild: DW/K. Danetzki

Den offiziellen Start des neuen englischen Programms werden im WCCBonn auch zahlreiche prominente Gäste des Global Media Forum verfolgen. An den Paneldiskussionen und Workshops der dreitägigen Konferenz nehmen unter anderem Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, Richard Porter, Direktor BBC Global News, der stellvertretende polnische Außenminister, Prof. Artur Nowak-Far, EU-Kommissar Günther Oettinger sowie die OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Dunja Mijatovic, teil.

Auch die ägyptische Journalistin Reem Maged kommt nach Bonn; deren gesellschaftskritische Sendung „Women at a turning point“, eine Koproduktion von DW und ONTV Kairo, wurde soeben von den ägyptischen Behörden beim DW-Partner abgesetzt. Ihre Erfahrungen als langjährige Korrespondentin in Krisenregionen bringt Antonia Rados, Chefkorrespondentin RTL Deutschland, in die Diskussionen auf dem Global Media Forum ein.

Krisen und Konflikte: Neue Medien und neue Diplomatie?

Der „Mediengipfel“ am ersten Konferenztag wird über den Wandel der internationalen Krisen- und Konfliktberichterstattung in den Medien diskutieren. Eine der Thesen, die das Podium aufgreifen wird: In einer immer schnelleren Medienwelt bleibt die tiefgreifende Analyse aktueller Ereignisse zugunsten eines Freund-Feind-Schemas auf der Strecke. Günter Oettinger wird die Keynote halten.

Medienkonferenz mit 2.000 Experten aus aller Welt
Medienkonferenz mit 2.000 Experten aus aller WeltBild: DW/K. Danetzki

Die diplomatischen Entscheidungsträger stehen vor großen Herausforderungen. Unter der Fragestellung „Außenpolitik in 140 Zeichen – Durch neue Medien zu neuer Diplomatie?“ diskutiert am zweiten Tag ein stark besetztes Panel. Waren außenpolitische Entscheidungen früher das Resultat geheimer, zäher Verhandlungen einiger weniger Emissäre, haben inzwischen neue Akteure das diplomatische Spielfeld betreten. Ein vielfältiger, kaum mehr zu kontrollierender Informationsfluss hat Kommunikation und gesellschaftliche Strukturen verändert.

Ein anderes zentrales Podium wird die Gefahr von Ressourcenkonflikten beleuchten, die als eines der größten Sicherheitsrisiken unserer Zeit gelten. Sie entstehen häufig dort, wo ein Reichtum an Ressourcen Einnahmen verspricht. Nicht selten münden diese Auseinandersetzungen in Flucht und Abwanderung, ausgelöst durch Hunger, Krieg, Menschenrechtsverletzungen und Zerstörung der Umwelt.

Ihre Thesen über die gleichberechtigte Beteiligung von Politik, Militär und Zivilgesellschaft im Sinne einer nachhaltigen globalen Sicherheitsstrategie wird Scilla Elworthy vorstellen; die Gründerin der renommierten Oxford Research Group wurde mehrfach für einen Nobelpreis nominiert.

The Bobs 2015: Ehrung der Preisträger

Vor dem internationalen Publikum des Global Media Forum werden am Dienstag, 23. Juni, die Preisträger des internationalen DW-Wettbewerbs „The Bobs – Best of Online Activism“ geehrt. Neben den drei Preisen der Jury wird in diesem Jahr der erstmalig ausgelobte „Deutsche Welle Freedom of Speech Award“ vergeben. DW-Intendant Peter Limbourg wird den Preis für den in Saudi-Arabien inhaftierten Blogger Raif Badawi überreichen. Leider musste die Ehefrau des Preisträgers, Ensaf Haidar, ihre Teilnahme kurzfristig aus familiären Gründen absagen.

Berlin Demonstration Freilassung Blogger Raif Badawi
„Deutsche Welle Freedom of Speech Award“ für den saudischen Blogger Raif BadawiBild: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Die Deutsche Welle wird die Preisverleihung im WCCBonn als TV-Gala aufzeichnen und weltweit ausstrahlen.

Mitveranstalter und Partner

Partner der DW in den rund 40 Veranstaltungen des Global Media Forum 2015 sind unter anderem Amnesty International, Grimme-Institut, UNO, OSZE, Reporter ohne Grenzen, Carnegie Endowment for International Peace. Mitveranstalter ist die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn. Unterstützt wird die Konferenz zudem vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Stadt Bonn und der Robert Bosch Stiftung.

17. Juni 2015
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