Auslands-Ticker: Orban lässt Anti-EU-Plakate austauschen

Internationale Nachrichten - gesammelt im DW-Ticker: Ungarns Regierungschef scheint auf die EU zuzugehen, Brasiliens Präsident spaltet mit einem Sex-Video aus dem Karneval und die EZB betreibt weiter Nullzinspolitik.

Im Streit über ihre Plakatkampagne gegen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker macht die ungarische Fidesz-Partei erste Zugeständnisse an die Europäische Volkspartei (EVP), aus der ihr der Ausschluss droht. Die umstrittenen Plakate würden kommende Woche ausgetauscht, kündigte der Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban an.


Bolsonaro postet obszönes Video

Mit einem Video mit Sex-Szenen vom Straßenkarneval wollte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Auswüchse des Volksfestes kritisieren - viele Brasilianer zeigten sich ihrerseits entsetzt, dass ein Präsident derartiges Material online stellt.


Saudi-Arabien am Pranger

36 Länder haben Saudi-Arabien vor dem UN-Menschenrechtsrat aufgefordert, eine unabhängige Untersuchung im Fall der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi zuzulassen. Sie übten zudem scharfe Kritik an der Lage von Aktivistinnen in dem ultrakonservativen Königreich.


Klage von Herero und Nama gegen Deutschland verworfen

Ein US-Bundesgericht lehnte eine Klage zu den unter deutscher Kolonialherrschaft verübten Verbrechen im heutigen Namibia ab. Der Anwalt der namibischen Gruppen kündigte Berufung an.
 

EZB lässt Leitzins bei 0,0 Prozent

Mit einer Verlängerung der Niedrigzinsen und billigen Kredite will die Europäische Zentralbank (EZB) die Wirtschaft im Euroraum stützen. Vor dem Hintergrund der sich eintrübenden Konjunktur soll der Leitzinsen mindestens bis Ende 2019 unverändert bleiben, wie EZB-Chef Mario Draghi in Frankfurt am Main ankündigte.


Kritik Guaidós an Botschafter-Ausweisung

Die von Venezuelas Regierung angeordnete Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener ist nach Ansicht von Oppositionschef Juan Guaidó eine Drohung gegen Deutschland. Er sieht in der Maßnahme zudem einen Versuch von Staatschef Maduro, Macht vorzutäuschen.  


Sechs Monate auf Bewährung für Lyons Erzbischof

In Frankreich ist mit Kardinal Philippe Barbarin der bisher ranghöchste katholische Würdenträger wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch verurteilt worden. Einer der Kläger sprach von einem "starken Signal für viele Opfer". Die Anwälte des Oberhirten kündigten indes Rechtsmittel gegen das Urteil an.


Thailand verbietet Partei wegen Prinzessin-Kandidatur

Kurz vor der ersten Präsidentschaftswahl seit dem Putsch vor fünf Jahren hat Thailands Verfassungsgericht die Partei TRC der Königsschwester Ubol Ratana Rajakanya aufgelöst. Laut Verfassung dürfen sich der Monarch und seine Familie nicht in der Parteipolitik betätigen.


Schwache Schützenhilfe für Kanadas Regierungschef

In der Korruptions- und Schmiergeldaffäre um mutmaßlich unterdrückte Ermittlungen gegen eine Ingenieurfirma hat ein langjähriger Vertrauter von Justin Trudeau den kanadischen Premierminister verteidigt. Doch ob dies Trudeau retten kann, ist fraglich, haben doch schon zwei Ministerinnen sein Kabinett wegen der Affäre verlassen.   


Huawei zieht vor Gericht

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei verklagt die USA, weil US-Regierungsbehörden keine Ausrüstung des Konzerns kaufen dürfen. Unternehmenschef Guo Ping warf Washington zudem vor, Huawei-Server gehackt und E-Mails und Quellcodes gestohlen zu haben.


Microsoft: Iranische Hacker verursachen Millionenschaden

Iranische Hacker haben einem Bericht zufolge weltweit Schäden in Höhe von Hunderten Millionen Dollar verursacht. Die Hacker hätten in den vergangenen zwei Jahren rund 200 Unternehmen angegriffen, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine Untersuchung des Softwarekonzerns Microsoft.

Mehr zum Thema

Aktuell Welt | 24.03.2019

DW-Ticker: Nachrichten aus dem Ausland

Aktuell Welt | 18.03.2019

DW-Ticker: Nachrichten aus dem Ausland

Aktuell Welt | 17.03.2019

DW-Ticker: Nachrichten aus dem Ausland