Baby-Kino: wie gefährlich ist Ultraschall fürs Kind?

"Guck mal, da sind die Hände und da die Füße … " Ultraschall-Aufnahmen vom Fötus sind für Eltern sehr bewegend, für andere sind sie einfach ein lukratives Geschäft. Aber sind sie auch gefährlich?

Entwickelt sich der Embryo gut? Ist er gesund? Gibt es möglicherweise Fehlbildungen oder generell eine Schädigung? Die erste Ultraschall-Untersuchung bei Schwangeren macht der Arzt zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche. Dabei kann er schon vieles zum Gesundheitszustand des Ungeborenen erkennen. Und vielleicht kann er nach einigen Monaten auch sehen, ob es denn nun ein Mädchen wird oder ein Junge – für viele eine wichtige Frage. Heidi oder Hans? Michaela oder Martin? 

Wissen & Umwelt | 16.08.2013

"Da warst du noch in Mamas Bauch"  

Die meisten werdenden Eltern wollen ausgedruckte Ultraschall-Bilder ihres Kindes mit nach Hause nehmen, quasi als Souvenir, um es vielleicht Freunden oder der Verwandtschaft zu zeigen und um es selbst immer wieder anzusehen. Möglicherweise interessiert sich der Nachwuchs selbst ja irgendwann einmal dafür, wie er in den ersten Monaten ausgesehen hat, als er noch nicht geboren war.

Auch wenn es gang und gäbe ist, der Arzt ist nicht dazu verpflichtet, den Eltern die Aufnahmen auszuhändigen. Für den Laien sind sie meist eher diffus. Mediziner warnen sogar davor, denn die Eltern könnten Dinge hinein interpretieren, die medizinisch nicht begründet sind, sie aber verunsichern.

Für Laien ist es meist schwierig, auf dem Ultraschallbild etwas zu erkennen

Kritik am Baby-Fernsehen

Ob 2D- 3D- oder 4D-Aufnahmen - eine gesundheitliche Gefahr bestehe weder für Mutter noch für Kind. Da sind sich alle Experten einig. Einig sind sie sich auch, wenn es um das sogenannte "Baby-Fernsehen" geht. So rät die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) generell davon ab, Ultraschallbilder nur als Souvenir zu produzieren. "Die alleinige Ultraschalluntersuchung zur Anfertigung von Erinnerungsbildern/-videos ist aus medizinischer Sicht abzulehnen", schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. Demnach dient Ultraschall ausschließlich der medizinischen Diagnose. Ultraschall gehört in die Hände von Fachleuten, die wissen wie Ultraschall gebraucht wird und die vor allem wissen, wie Ultraschallbilder zu interpretieren sind. So soll der Arzt Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium erkennen können. Beim Baby-TV aber gebe es oft wenig qualifizierte Anbieter, so die DEGUM. 

Gesundheit | 27.09.2017

Was passiert bei der Ultraschall-Untersuchung?

Ultraschalluntersuchungen sind schmerzlos und frei von Strahlen. Die Schallwellen, die bei der Sonographie zum Einsatz kommen, haben keine schädigende Wirkung auf den Fötus, auf Zellen oder Zellbestandteile des Körpers – anders als beim Röntgen.

Auf dem Ultraschallbild können Ärzte erkennen, wie sich der Fötus entwickelt

Beim Ultraschall - oder Sonographie - schmiert der Arzt die entsprechende Stelle am Körper zunächst mit einem Gel ein. Das verhindert, dass sich zwischen dem Schallkopf und dem Körperteil, das untersucht werden soll, Luft bildet. Die kann sich störend auf den Ultraschall auswirken.

Wenn der Arzt mit dem Schallkopf nun über den Bauch einer Schwangeren fährt, sendet das Gerät Ultraschallwellen aus. Das passiert unbemerkt. Ultraschallwellen können wir nicht hören, denn diese Wellen liegen außerhalb unserer Hörweite. Der Arzt kann verschiedene Organe untersuchen, auch die weibliche Gebärmutter und damit den Fötus. Die Eltern können die Bewegungen auf dem Bildschirm verfolgen.

Schöner als jedes Baby-TV

Und für diejenigen, die dieses bewegende Erlebnis mit anderen teilen möchten, gibt es die kommerzielle Variante. Das Angebot reicht vom "Basis-Paket" über das "Mami-Paket" bis hin zum "Baby-Paket" inklusive USB Stick. Die Kosten für ein einfaches Video von Sohn oder Tochter, aufgenommen mit einem 3D-Ultraschallgerät, liegen zwischen etwa 100  und 200 Euro. Für das luxuriöse Paket inklusive einer hübschen Verpackung müssen die Eltern weit über 200 Euro hinlegen - ohne Versandkosten, versteht sich. Neben Videos und "Hochglanzbildern" in Farbe sind auch Bildergalerien bei werdenden Eltern sehr beliebt. Baby-TV ist eine Geschäftsidee, die zu funktionieren scheint. Medizinischen Nutzen haben die Aufnahmen zwar nicht, aber außer dem Geldbeutel tun sie auch nicht weh. 

Wenn die neue Strahlenschutzverordnung Ende 2020 in Deutschland in Kraft tritt, ist mit dem kommerziellen Baby-TV aber sowieso Schluss, denn dann soll Baby-Fernsehen mit kommerziellem Hintergrund verboten werden - zur Freude der Ärzte.

Tierischer Nachwuchs

Kraftprobe unter Geschwistern: Zicklein

Der Vater heißt Bock, die Mutter Geiß oder Zicke, und das Tierkind ist ein Kitz, ein Zicklein oder ein Geißlein. Wer sich über die Endung „lein“ wundert, sollte sich diese Regel merken: „-chen und -lein machen alle Dinge klein.“ Ziegen werden schon seit 9000 Jahren als Haustiere gehalten, und seitdem weiß der Mensch: Sie können ganz schön bockig sein.

Tierischer Nachwuchs

Lämmer unter sich

Optisch haben Ziegen und Schafe viel gemeinsam, trotzdem heißt der Nachwuchs anders – auch wenn hin und wieder von Ziegenlämmern die Rede ist. Denn in der Regel ist mit Lamm ein Schafbaby gemeint, und, weil es so niedlich aussieht, oft auch Lämmchen. Trotzdem bewahrt es die Tiere nicht davor, als Osterlamm im Ofen zu landen.

Tierischer Nachwuchs

Nachwuchs im Stall: das Kälbchen

Dieses Kalb ist erst seit ein paar Stunden auf der Welt und schon ein Fotostar. Den Vater nennt man Bulle oder Stier, die Mutter Kuh. Es ist bekannt, dass Kühe Kälber bekommen, aber auch bei Giraffen oder Walen spricht man von Kälbern. Und ebenso bei der folgenden Spezies ...

Tierischer Nachwuchs

Schön bei Mama bleiben: das Elefantenkalb

Elefanten sind die größten Landtiere auf der Erde. Schon bei der Geburt wiegt ein Kalb bis zu 100 Kilogramm, auch wenn man es diesem Vertreter seiner Art gar nicht ansieht. Elefanten sind sehr soziale Tiere und leben in Herden zusammen, allerdings nur die Kühe mit ihren Kälbern. Es herrscht das Matriarchat. Jungbullen werden verstoßen, sobald sie geschlechtsreif sind.

Tierischer Nachwuchs

Was für eine Ferkelei!

Das Schwein wird seit Jahrtausenden als Haustier gehalten. Zur Schweinsfamilie gehören der Eber, die Sau und die Ferkel. Bis zu zehn Jungen auf einmal kann eine Sau werfen. Es gibt auch den Ausdruck „Spanferkel“ für ein Ferkel, das am Spieß brät. Er leitet sich nicht von Holzspan, sondern vom mittelhochdeutschen Wort „spen“ für Brust ab, weil Ferkel noch gesäugt werden.

Tierischer Nachwuchs

Die schweinische Verwandtschaft

Obwohl das Hausschwein bekanntlich vom Wildschwein abstammt, haben die Mitglieder einer Rotte andere Namen: Die Mutter heißt Bache, der Vater Keiler und der Nachwuchs Frischling. Eigentlich leben Wildschweine im Wald, doch immer wieder kommen auch Städter mit den Tieren in Berührung. Auf der Suche nach Essbarem graben diese nämlich gern die Vorgärten um.

Tierischer Nachwuchs

Bambi lässt grüßen: das Rehkitz

Auch Rehe leben im Wald: Vater Bock, Mutter Ricke oder Geiß und Jungtier Kitz. Als berühmtestes Rehkitz der Welt gilt wohl Bambi, das 1942 durch einen Zeichentrickfilm aus dem Hause Walt Disney weltberühmt wurde. Doch Achtung: Das Bambi aus dem Film ist gar kein kleines Reh, sondern ein junger Hirsch, ein Hirschkalb.

Tierischer Nachwuchs

Da kommt die ganze Hühnerschar

Dieses Huhn ist eine Henne, genauer gesagt eine Glucke. So nennt man ein weibliches Huhn, das Küken führt. Und diese Glucke hier hat so viele Küken, dass man mit dem Zählen gar nicht nachkommt. Herr einer Hühnerschar inklusive der gelbflauschigen Jungvögel ist der Hahn oder Gockel. Von Küken spricht man auch bei anderen Vögeln ...

Tierischer Nachwuchs

Vorsicht vor dem Kuckucksei!

Verwandt sind diese beiden offensichtlich nicht, aber davon weiß der Singvogel nichts. Er hält das größere Kuckucksküken für sein eigenes. Dabei hat dessen Mutter ihr Ei einfach in ein fremdes Nest gelegt, um sich Arbeit zu ersparen. Und kaum ist der junge Kuckuck geschlüpft, schmeißt er die restlichen Eier oder Küken aus dem Nest. Die Pflegeeltern haben genug damit zu tun, ihn satt zu bekommen.

Tierischer Nachwuchs

Tierischer Übermut: das Fohlen

Bei Pferden spricht man von Hengst (männlich), Stute (weiblich) und Fohlen (Nachwuchs) – ebenso übrigens bei Eseln, Zebras und Kameln. Das Wort Fohlen leitet sich vom altgriechischen „polos“ ab, der Bezeichnung für ein Jungtier der Familie Einhufer. Die Tiere toben gern mit anderen Fohlen über die Weide, das kräftigt die Muskulatur und hilft außerdem dabei, sich in die Herde einzuordnen.

Tierischer Nachwuchs

Verspielt und unwiderstehlich: der Welpe

Hundebabys nennt man Welpen, ihre Eltern Rüde und Hündin. Sie sind oft genauso tollpatschig wie kleine Kinder und stellen gern Unfug an – zum Beispiel Schuhe annagen. In den ersten Monaten ihres Lebens genießen sie bei älteren Hunden ihres Rudels Welpenschutz: Sie haben Narrenfreiheit und werden nicht gebissen.

Tierischer Nachwuchs

Auf Pirsch: das Kätzchen

Anders als Hunde lassen sich Katzen nicht erziehen und tun nur das, was ihnen gefällt. Trotzdem gehören sie neben dem Hund zu den beliebtesten Haustieren. Seltsamerweise gibt es keinen besonderen Namen für das Jungtier, es ist einfach das Kätzchen. Verschmust, verspielt – und immer auf der Jagd. Hinter dem Busch könnte sich ja eine Maus versteckt haben.

Tierischer Nachwuchs

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