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Beck in Wimbledon in der dritten Runde

Calle Kops sid, dpa
1. Juli 2016

In Wimbledon bestimmt auch am Freitag lange der Regen das Geschehen. Für die Tennisprofis wird das Turnier zur Geduldsprobe. Fed-Cup-Spielerin Beck lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, Brown scheidet dagegen aus.

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Annika Beck spielt eine Vorhand (Foto: picture-alliance/dpa/F. Arrizabalaga)
Bild: picture-alliance/dpa/F. Arrizabalaga

Dustin Brown hat bei einem Tennis-Spektakel im regnerischen Wimbledon eine erneute Überraschung nur knapp verpasst und Alexander Zverev muss erneut ran. Annika Beck schaffte dagegen nach einer gut dreistündigen Regenpause erstmals den Einzug in die dritte Runde. Routinier Benjamin Becker schied allerdings aus. Beim Grand-Slam-Tennisturnier in London verlor der 35-Jährige am Freitag klar mit 4:6, 1:6 und 2:6 gegen den tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych. Beck bezwang die Weißrussin Alexandra Sasnowitsch im Eiltempo mit 6:2 und 6:1. Die Die 22-Jährige spielt damit als fünfte deutsche Tennis-Dame um den Achtelfinal-Einzug und darf sich nun auf ein Duell mit Titelverteidigerin Serena Williams freuen.

Die US-Amerikanerin konnte nur mit viel Mühe ein frühes Aus verhindern. In einer umkämpften Zweitrunden-Partie behauptete sich die Weltranglisten-Erste im US-Duell mit 6:7 (7:9), 6:2 und 6:4 gegen Christina McHale. Gegen die Weltranglisten-65. benötigte die sechsmalige Wimbledon-Siegerin 2:28 Stunden für ihren Sieg.

Auf Regen folgt Regen

In der dritten Runde standen auch Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Carina Witthöft und Anna-Lena Friedsam. Die Spiele der vier deutschen Damen waren ebenfalls für Freitag angesetzt, doch wegen des anhaltend schlechten Wetters mussten sie vertagt werden. Beck musste am fünften Turniertag ihre Zweitrunden-Partie absolvieren, weil der Regen am Dienstag und Mittwoch den Spielplan durcheinandergebracht hatte.

Auf Platz 1 in Wimbledon wird die Regenplane ausgebreitet (Foto: picture alliance/C. Wilson)
Court 1 in Wimbledon: ohne WorteBild: picture alliance/C. Wilson

Am Freitag begannen die ersten Matches dann mit rund einer Stunde Verspätung. Doch bevor Beck ihr Ziel, beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt erstmals in die dritte Runde vorzustoßen, in Angriff nehmen konnte, ging es wieder in die Katakomben. Die grünen Planen wurden wieder über die Rasenplätze ausgerollt, Regenschirme wurden aufgespannt. Die Warterei ging weiter.

Beck hatte gerade den ersten Ballwechsel gegen die Weißrussin Sasnowitsch gewonnen. Becker hatte sich bis dahin nur eingespielt. Für die Profis wurde das Grand-Slam-Turnier immer mehr zu einer Geduldsprobe. Als es am Nachmittag kurz nach 15.00 Uhr Ortszeit endlich weiterging, kam zwischenzeitlich sogar ein bisschen die Sonne heraus. Beck hatte es dann eilig und verwandelte nach nur 55 Minuten ihren zweiten Matchball.

Aus für Publikumsliebling Brown

Dustin Brown spielt in der Luft liegend eine Vrhand (Foto: picture alliance/empics/J. Walton)
Spektakulär, aber erfolglos: Dustin BrownBild: picture alliance/empics/J. Walton

Brown musste derweil in der zweiten Runde die Segel streichen. ausgeschieden. Der Publikumsliebling zog gegen den australischen Weltranglisten-18. Nick Kyrgios in fünf Sätzen mit 7:6 (7:3), 1:6, 6:2, 4:6 und 4:6 den Kürzeren. Nach zwei langen Regenunterbrechungen musste sich der 31-Jährige nach insgesamt 2:06 Stunden geschlagen geben. "Was ich mir vorgenommen hatte, habe ich gut gemacht. Es war klar, dass wir nicht 35 Mal den Ball über das Netz spielen werden", sagte Brown: "In den wichtigen Situationen hat Nick zu gut aufgeschlagen." Der Deutsche hatte im vergangenen Jahr in Wimbledon mit einem Zweitrunden-Sieg über den zweimaligen Champion Rafael Nadal für Furore gesorgt und war in diesem Jahr dank einer Wildcard direkt in das Hauptfeld gerückt.

Zverev wird seine Zweitrunden-Partie gegen den Russen Michail Juschni frühestens am Samstag beenden können. Beim Stand von 2:1 aus Sicht des 19-jährigen Deutschen im fünften Satz waren die Kontrahenten zum zweiten Mal vom Platz geschickt worden, bevor der Spieltag endgültig beendet wurde. Betroffen ist auch Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Schützling von Boris Becker lag in seinem Drittrunden-Match gegen Sam Querrey überraschend mit 6:7 (6:8) und 1:6 zurück. Der serbische Tennisprofi gewann zuletzt nacheinander Wimbledon, die US Open, die Australian Open und die French Open.

Del Potro schlägt Wawrinka

Juan Martin del Potro reißt die arme hoch und jubelt über seinen Sieg gegen Stan Wawrinka (Foto: picture-alliance/AP Photo/B. Curtis)
Freude bei del Potro nach dem Sieg gegen WawrinkaBild: picture-alliance/AP Photo/B. Curtis

Unterdessen gelang dem früheren US-Open-Champion Juan Martin del Potro bei seinem Grand-Slam-Comeback nach zweieinhalb Jahren Pause eine große Überraschung. Der Argentinier setzte sich in der zweiten Runde gegen den Weltranglistenfünften Stan Wawrinka aus der Schweiz mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:2) und 6:3 durch. Del Potro hatte wegen einer Verletzung am linken Handgelenk lange pausiert.

"Dieser Sieg fühlt sich unglaublich, sensationell an. Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet und bin überglücklich", sagte del Potro: "Das ist einer der emotionalsten Erfolge meines Lebens. Es ist meine zweite oder dritte Karriere. Ich genieße es und fühle mich so lebendig." In Runde drei trifft er auf den Franzosen Lucas Pouille.

Der siebenmalige Champion Roger Federer zog in der Herren-Konkurrenz als bisher einziger Spieler ins Achtelfinale ein. Der Schweizer ließ unter dem geschlossenem Dach des Centre Courts dem Briten Daniel Evans beim 6:4, 6:2 und 6:2 keine Chance.

ck/og (sid, dpa)